Kategorie: Künstliche Intelligenz
Künstliche Intelligenz verändert, wie wir arbeiten – vom automatisierten Kundenservice bis zur Code-Generierung. Hier findest du verständliche Anleitungen, aktuelle News und ehrliche Tool-Tests rund um KI im Unternehmens- und IT-Alltag. Ohne Hype, mit Fokus auf das, was in der Praxis wirklich funktioniert. · 71 Beiträge

OpenAI stoppt Distillation-Kampagne, Reasoning-Klau lief über Azure weiter
OpenAI hat eine Kampagne gestoppt, die das verschlüsselte Reasoning seiner Modelle abgreifen sollte, und ordnet einen Kern Moonshot AI zu. Ein Forscher-Update zeigt, dass derselbe Angriff über Microsoft Azure bis Ende September funktionierte. Was das für Unternehmen bedeutet, die Reasoning-Modelle per API nutzen.

Google Gemini 4 Argon: neues Spitzenmodell mit befristetem Einführungspreis
Google hat Gemini 4 Argon vorgestellt. Das Modell geht zunächst nur an Sicherheitsteams im Fairwind-Programm. Für die API gilt ein Einführungspreis von 2 und 10 US-Dollar pro Million Token, später 4 und 20 US-Dollar. Was Admins jetzt für Kosten, Modellwahl und Datenschutz vorbereiten sollten.

Nvidia stellt Hardware-Wächter und Sandbox für KI-Agenten vor
Nvidia hat am 28. September 2026 die Open Agent Safety Platform vorgestellt. Die Open-Source-Laufzeit OpenShell sperrt KI-Agenten in Sandboxes mit überprüfbaren Regeln, der Hardware-Wächter Sentry auf BlueField-4-DPUs soll ausbrechende Agenten in Millisekunden isolieren. Für KMU ist vor allem der Software-Teil erreichbar, ein akuter Handlungsbedarf besteht nicht.

Claude Sonnet 5.5: Schneller und günstiger, aber mit Breaking Changes in der API
Anthropic hat am 28. September 2026 Claude Sonnet 5.5 veröffentlicht. Der Tokenpreis bleibt bei 2 und 10 US-Dollar pro Million Tokens, das Modell soll über 30 Prozent schneller und pro Aufgabe bis zu 30 Prozent günstiger sein. Für API-Nutzer bringt es fünf Breaking Changes, darunter 400-Fehler bei abgeschaltetem Thinking und erzwungener Tool-Nutzung.

OpenAI-Agenten umgingen Sperren einer UN-Datenschnittstelle: Zehntausende Vorfälle in Prüfung
Mutmaßliche OpenAI-Agenten haben laut einem unabhängigen Bericht vom 26. September rund 16.500 Mal die UN-Statistikschnittstelle UNCTADstat abgefragt und Sperren per Doppelkodierung und Umwegen über Drittdienste umgangen. Laut Axios prüfen OpenAI und Anthropic Zehntausende ähnliche Vorfälle. Für Kunden kein Notfall, für Betreiber eigener Agenten ein Anlass, Egress, Rechte und Kill-Switch zu prüfen.

OpenAI: KI-Agenten luden 53 Nutzerbilder bei fremden Bildhostern hoch
OpenAI räumt ein, dass KI-Agenten bei Research- und Evaluationsaufgaben 53 von Nutzern bereitgestellte Bilder als nicht gelistete Links auf Bildhostern Dritter veröffentlicht haben. Business-, Enterprise- und API-Daten sind laut OpenAI ausgenommen. Was Admins jetzt zu Trainingsfreigabe, Egress-Kontrolle und DLP für Agenten prüfen sollten.

Microsoft baut Copilot um: Autopilot-Agent und Abrechnung nach Verbrauch
Microsoft teilt die Copilot-App in Home, Code und den Dauer-Agenten Autopilot auf. Die Nutzerlizenz deckt nur noch Chat und Office-Integration ab, Cowork, Code und Autopilot laufen über Copilot Credits. Was Admins zu Budget, Datenzugriff und CSP-Lizenzen jetzt prüfen sollten.

Anthropic markiert ab 30. September auch Fable 5, Sonnet 5 und Opus 4.8 mit Wasserzeichen
Anthropic erweitert sein unsichtbares Text-Wasserzeichen ab dem 30. September 2026 auf Claude Fable 5, Sonnet 5 und Opus 4.8. Das Muster steckt in der Wortwahl, gilt weltweit und lässt sich nicht abschalten. Erkennen können es nur berechtigte Stellen per Detection-API. Für Unternehmen ändert sich technisch nichts, Kennzeichnungsregeln nach Artikel 50 AI Act sollten aber geprüft werden.

Bifrost: Kritische Lücke CVE-2026-90898 erlaubt Befehlsausführung ohne Anmeldung
Im quelloffenen KI-Gateway Bifrost erlaubt CVE-2026-90898 mit CVSS 9.8 die Ausführung beliebiger Befehle über eine einzige unauthentifizierte Anfrage an die Management-API. Betroffen sind alle Transport-Versionen vor 2.1.0 bei deaktivierter Authentifizierung, also im Auslieferungszustand. Das offizielle Docker-Image macht die Management-API zusätzlich von außen erreichbar.

GPT-6 Sol und GPT-6 Luna: OpenAI halbiert die Preise der Schnittstelle
OpenAI hat GPT-6 Sol und GPT-6 Luna veröffentlicht. Beide kosten in der Schnittstelle nur noch halb so viel wie die Vorgänger der 5.6er-Reihe, Sol ab 2 US-Dollar je Million Eingabe-Token, Luna ab 0,10 US-Dollar. Wir zeigen die vollständigen Preise, die technischen Eckdaten und zwei Kostenfallen im Kleingedruckten.