Was ist meine öffentliche IP-Adresse?
Die öffentliche IP-Adresse ist die Adresse, unter der Ihr Anschluss im Internet auftritt. Jede Website, jeder Mailserver und jeder Onlinedienst sieht sie, sobald Sie eine Verbindung aufbauen. Vergeben wird sie von Ihrem Internetanbieter, nicht von Ihrem Gerät. Zu Hause teilen sich in der Regel alle Geräte hinter dem Router dieselbe öffentliche IPv4-Adresse; im lokalen Netz haben sie zusätzlich private Adressen wie 192.168.178.20, die von außen nicht sichtbar sind.
Das Tool oben zeigt die Adresse, mit der Ihr Browser diese Seite geladen hat, und wertet sie aus: Anbieter und Autonomes System (ASN), den Adressblock, den Hostnamen aus dem Reverse-DNS, den ungefähren Standort und die Verbindungsdaten. Über zwei getrennte Messpunkte prüft es außerdem, ob Ihr Anschluss IPv4, IPv6 oder beides spricht.
IPv4 und IPv6: zwei Adressen für einen Anschluss
IPv4 nutzt 32 Bit und schreibt Adressen als vier Zahlen, etwa 203.0.113.42. Die rund 4,3 Milliarden möglichen Adressen reichen längst nicht mehr für alle Geräte. IPv6 nutzt 128 Bit und schreibt Adressen hexadezimal in acht Blöcken, etwa 2001:db8:4f2a:10::1. Ein Haushalt bekommt bei IPv6 meist ein ganzes Netz mit dem Präfix /56 oder /64 zugeteilt, jedes Gerät erhält darin eine eigene öffentliche Adresse.
Die meisten Anschlüsse in Deutschland, Österreich und der Schweiz arbeiten im Dual-Stack: Beide Protokolle laufen parallel, und der Browser wählt je Verbindung, meist bevorzugt IPv6. Deshalb kann dieselbe Website Sie einmal mit der einen und einmal mit der anderen Adresse sehen.
| Anschlussart | Was Sie im Tool sehen | Folgen |
|---|---|---|
| Dual-Stack | eigene IPv4 und IPv6 | Portfreigaben über beide Protokolle möglich |
| DS-Lite | IPv6, dazu eine IPv4, die sich viele Kunden teilen | von außen nur per IPv6 erreichbar; für Server zu Hause IPv6, VPN-Tunnel oder einen VPS nutzen |
| Carrier-Grade NAT | IPv4 aus 100.64.0.0/10 am Router, öffentlich eine geteilte Adresse | keine eingehenden Verbindungen über IPv4 |
| Nur IPv4 | keine IPv6-Adresse | im Router prüfen, ob der Anbieter IPv6 anbietet |
| Mobilfunk | häufig wechselnde Adressen, Standort oft weit entfernt | für Erreichbarkeit von außen ungeeignet |
Was Anbieter, ASN und Netz verraten
Ein Autonomes System (AS) ist ein Netz unter einheitlicher Verwaltung, etwa das eines Internetanbieters, Rechenzentrums oder Mobilfunkbetreibers. Die ASN ist seine Nummer im weltweiten Routing per BGP. Am Anbieter erkennen Sie schnell, ob Sie wirklich über Ihren eigenen Anschluss surfen oder ob ein VPN, ein Firmen-Proxy oder ein Cloud-Dienst dazwischen sitzt. Der Eintrag Netz zeigt den Adressblock, zu dem Ihre Adresse in der Datenbank gehört.
Der Hostname stammt aus dem Reverse-DNS (PTR-Eintrag) und wird erst auf Ihren Klick abgefragt. Viele Anbieter tragen dort einen Namen ein, der Ort oder Anschlussart verrät. Für eigene Mailserver ist ein passender PTR-Eintrag Pflicht: Empfänger prüfen, ob der Name wieder auf dieselbe Adresse zeigt (Forward-Confirmed Reverse DNS). Das Tool macht genau diese Gegenprobe.
Wie genau ist der Standort einer IP-Adresse?
IP-Geolocation schätzt den Standort aus Registrierungs- und Routingdaten. Sie zeigt, wo ein Anbieter ein Netz betreibt oder angemeldet hat, nicht, wo Ihr Gerät steht. Das Land stimmt in den allermeisten Fällen. Die Stadt ist oft nur der Sitz eines Knotens Ihres Anbieters, bei Mobilfunk und großen Anbietern auch hunderte Kilometer entfernt. Eine genaue Position lässt sich aus der IP-Adresse allein nicht ablesen.
Ein guter Hinweis auf VPN oder Proxy ist ein Widerspruch zwischen dem Land der IP-Adresse und der Zeitzone Ihres Browsers. Das Tool zeigt beides nebeneinander.
Warum diese IP-Abfrage DSGVO-konform arbeitet
Viele Seiten nach dem Muster „Wie ist meine IP“ binden Werbenetzwerke, Analysedienste oder externe Geo-APIs ein, denen sie Ihre Adresse weitergeben. Dieses Tool ist anders gebaut:
- Die Adresse wird nur verarbeitet, um Ihnen diese eine Antwort zu zeigen, und vom Tool nicht gespeichert.
- Anbieter und Standort kommen aus der freien Datenbank DB-IP Lite, die auf unserem eigenen Server liegt und monatlich aktualisiert wird. Keine Anfrage geht an einen fremden Geo-Dienst.
- Den Hostnamen fragt unser Server nur ab, wenn Sie auf „Hostname abfragen“ klicken. Diese Reverse-DNS-Anfrage beantwortet der Nameserver Ihres Anbieters, dem die Adresse ohnehin gehört.
- Die Seite setzt keine Cookies, lädt keine fremden Skripte oder Schriften und nutzt kein Tracking.
- Angaben wie Zeitzone, Sprache und Bildschirm sowie der WebRTC-Test laufen nur in Ihrem Browser und werden nicht übertragen.
- Damit niemand den Dienst überlastet, zählen wir Abrufe kurzzeitig über einen SHA-256-Hashwert, nicht über die Adresse im Klartext.
Was der Webserver, wie bei jedem Seitenaufruf, in seinen Protokollen festhält, beschreibt die Datenschutzerklärung.
Die eigene IP auf der Kommandozeile abfragen
Für Skripte, Monitoring und die Prüfung von DynDNS liefert https://s-edv.com/ip nur die Adresse als Text, ohne HTML. Mit curl -4 und curl -6 erzwingen Sie das Protokoll:
curl -4 https://s-edv.com/ip
curl -6 https://s-edv.com/ip
Unter Windows rufen Sie in PowerShell curl.exe statt des Aliases curl auf, oder Sie nutzen (Invoke-RestMethod https://s-edv.com/ip).Trim(). Die lokale Adresse Ihres Geräts im LAN zeigen dagegen ip addr unter Linux, ipconfig unter Windows und ifconfig unter macOS.
IPv6 und Privatsphäre: steckt die MAC-Adresse in der IP?
Bildet ein Gerät seine IPv6-Adresse nach dem älteren Verfahren EUI-64, enthält der hintere Teil der Adresse die MAC-Adresse der Netzwerkkarte, erkennbar an ff:fe in der Mitte der Schnittstellen-ID. Damit ließe sich ein Gerät über Netze hinweg wiedererkennen. Aktuelle Systeme nutzen deshalb zufällige, regelmäßig wechselnde Adressen (Privacy Extensions nach RFC 8981) oder stabile, aber nicht rückrechenbare Adressen nach RFC 7217. Das Tool erkennt EUI-64 und weist darauf hin.
Häufige Fragen
Wie finde ich meine öffentliche IP-Adresse heraus?
Rufen Sie diese Seite auf: Oben steht die Adresse, mit der Ihr Gerät gerade im Internet unterwegs ist. Auf der Kommandozeile liefert curl -4 https://s-edv.com/ip die IPv4-Adresse und curl -6 https://s-edv.com/ip die IPv6-Adresse.
Speichert s-edv.com meine IP-Adresse?
Das Tool speichert sie nicht. Die Adresse wird nur verarbeitet, um diese eine Antwort zu erzeugen, und geht an keinen Dritten; Standort und Anbieter kommen aus einer Datenbank auf unserem eigenen Server. Nur wenn Sie den Hostnamen abfragen, stellt unser Server eine Reverse-DNS-Anfrage, die beim Nameserver Ihres Anbieters ankommt. Es gibt keine Cookies und kein Tracking. Gegen Missbrauch zählen wir Abrufe kurzzeitig über einen SHA-256-Hashwert, nicht über die Adresse selbst. Wie bei jedem Seitenaufruf gelten außerdem die Server-Log-Dateien des Hosters, siehe Datenschutzerklärung.
Wie genau ist der angezeigte Standort?
Der Standort beschreibt, wo der Anbieter das Netz registriert oder betreibt, nicht wo Sie sich befinden. Das Land stimmt meist, die Stadt oft nur ungefähr; bei Mobilfunk, VPN und großen Anbietern liegt sie häufig hunderte Kilometer daneben.
Warum habe ich eine IPv4- und eine IPv6-Adresse?
Die meisten Anschlüsse arbeiten heute im Dual-Stack: Beide Protokolle laufen parallel, und der Browser wählt je Verbindung. Bei DS-Lite teilen Sie sich die IPv4-Adresse mit anderen Kunden, eigene Portfreigaben sind dann nur per IPv6 möglich.
Was bedeutet Carrier-Grade NAT oder DS-Lite?
Bei Carrier-Grade NAT (100.64.0.0/10) und DS-Lite übersetzt der Anbieter viele Kunden auf eine gemeinsame öffentliche IPv4-Adresse. Von außen sind Sie über IPv4 dann nicht direkt erreichbar, ein VPN-Server oder eine Portfreigabe zu Hause braucht IPv6 oder einen Tunnel.