So ist ein QR-Code aufgebaut
Ein QR-Code besteht aus quadratischen Modulen, die hell oder dunkel sind. Die drei großen Quadrate in den Ecken sind Suchmuster: Sie zeigen dem Scanner, wo der Code liegt und wie er gedreht ist. Wie viele Module ein Code hat, hängt von seiner Version ab. Version 1 hat 21 × 21 Module, jede weitere Version vier Module mehr pro Seite, bis zu Version 40 mit 177 × 177 Modulen. Je mehr Zeichen Sie kodieren, desto höher die Version und desto feiner das Muster.
Rund um den Code braucht es eine Ruhezone: einen hellen Rand, den die Norm mit vier Modulen Breite vorsieht. Fehlt er, weil der Code direkt an ein Foto oder eine Kante stößt, erkennen viele Kameras das Muster nicht mehr zuverlässig.
Ein Teil der Module enthält keine Nutzdaten, sondern Prüfinformationen nach dem Reed-Solomon-Verfahren. Damit lässt sich der Inhalt auch dann rekonstruieren, wenn der Code verschmutzt, zerkratzt oder teilweise verdeckt ist. Wie viel Reserve der Code hat, legen Sie mit der Fehlerkorrektur fest:
| Stufe | wiederherstellbar | geeignet für |
|---|---|---|
L | ca. 7 % | Bildschirme und saubere Ausdrucke, möglichst kleines Muster |
M | ca. 15 % | der übliche Standard für Flyer, Visitenkarten und Aushänge |
Q | ca. 25 % | Etiketten und Aufkleber, die abgenutzt werden können |
H | ca. 30 % | raue Umgebungen, etwa Werkstatt, Lager oder Außenbereich |
Mehr Fehlerkorrektur bedeutet bei gleichem Inhalt in der Regel mehr Module. Der Code wird dadurch dichter und muss größer gedruckt werden, damit er gut lesbar bleibt.
Welche Inhalte das Smartphone versteht
Ein QR-Code speichert nur Text. Was das Smartphone daraus macht, hängt vom Format dieses Texts ab. Beginnt er mit https://, öffnet die Kamera-App einen Link. Für andere Aufgaben haben sich feste Schreibweisen etabliert, die dieses Tool automatisch erzeugt:
| Typ | Format | Wirkung beim Scannen |
|---|---|---|
| WLAN | WIFI:T:WPA;S:Netz;P:Passwort;; | bietet an, sich mit dem Netz zu verbinden |
| Kontakt | BEGIN:VCARD … END:VCARD | schlägt vor, einen Kontakt anzulegen |
mailto:name@example.com?subject=… | öffnet eine vorausgefüllte E-Mail | |
| SMS | SMSTO:+491701234567:Text | öffnet eine vorbereitete SMS |
| Telefon | tel:+49301234567 | bietet an, die Nummer zu wählen |
Bei WLAN-Codes müssen die Zeichen \, ;, ,, : und " in Netzname und Passwort mit einem vorangestellten Backslash maskiert werden, sonst endet das Passwort beim ersten Semikolon. Kontakte werden als vCard 3.0 mit CRLF-Zeilenenden erzeugt; Kommas, Semikolons und Zeilenumbrüche in den Feldern maskiert das Tool ebenfalls. Unter „Kodierter Inhalt“ sehen Sie jederzeit genau den Text, der im Code steckt.
Praxistipps für Druck und Bildschirm
- Kurz halten: Je kürzer der Inhalt, desto gröber das Muster und desto sicherer der Scan. Lange Adressen mit vielen Parametern kürzen Sie mit einem eigenen Kurz-URL-Dienst, wie er in der Anleitung zu Shlink oder Kutt beschrieben ist. Das hat einen weiteren Vorteil: Das Ziel lässt sich später ändern, ohne den gedruckten Code auszutauschen.
- Dunkel auf hell: Viele Scanner erwarten dunkle Module auf hellem Grund. Farbige Codes funktionieren, solange der Kontrast stimmt. Das Tool berechnet das Kontrastverhältnis nach der WCAG-Formel und warnt bei weniger als 4,5:1 sowie bei invertierten Farben.
- SVG für den Druck: Eine SVG-Datei ist eine Vektorgrafik und bleibt in jeder Größe scharf. Für Webseiten, Präsentationen und Messenger genügt ein PNG in ausreichender Pixelgröße.
- Vor dem Druck testen: Prüfen Sie den fertigen Code mit mindestens zwei Geräten, idealerweise einem Android-Smartphone und einem iPhone, und zwar in der tatsächlichen Druckgröße.
- Gastnetz statt Hauptnetz: Ein WLAN-Code verrät das Passwort jedem, der ihn scannt oder fotografiert. Hängen Sie deshalb nur den Zugang zu einem separaten Gastnetz aus. Wie Sie WLANs und Gastnetze zentral verwalten, zeigt die Anleitung zum UniFi Network Controller.
Häufige Fragen
Läuft ein QR-Code irgendwann ab?
Nein. Ein hier erzeugter Code enthält den Inhalt direkt und funktioniert, solange er lesbar ist. Anbieter von „dynamischen“ QR-Codes speichern dagegen nur eine Weiterleitung auf ihrem Server; endet das Abo, funktioniert der Code nicht mehr. Bei einem Link als Inhalt muss natürlich die verlinkte Seite erreichbar bleiben.
Wird mein WLAN-Passwort irgendwo gespeichert?
Nein. Der Code entsteht per JavaScript in Ihrem Browser, nichts wird übertragen oder gespeichert. In der Adresszeile merkt sich die Seite nur Typ und Gestaltung, also etwa Farben und Fehlerkorrektur, niemals Inhalte. Beachten Sie aber: Im fertigen Code selbst steht das Passwort im Klartext.
Warum erkennt mein Smartphone den WLAN-Code nicht?
Prüfen Sie zuerst Netzname und Verschlüsselung; die SSID muss exakt stimmen, auch bei Groß- und Kleinschreibung. Bei versteckten Netzen aktivieren Sie den passenden Schalter. Ältere Geräte oder einfache Scanner-Apps zeigen den Inhalt teils nur als Text an, statt die Verbindung anzubieten.
PNG oder SVG – was soll ich herunterladen?
Für den Druck und für Grafikprogramme ist SVG die bessere Wahl, weil es ohne Qualitätsverlust skaliert. PNG eignet sich für Webseiten, E-Mails und Dokumente. Wählen Sie die Pixelgröße so, dass der Code nicht nachträglich vergrößert werden muss, denn Hochskalieren macht die Kanten unscharf.
Funktionieren Umlaute im QR-Code?
Ja. Das Tool kodiert Umlaute, ß und andere Sonderzeichen als UTF-8. Aktuelle Smartphones lesen das korrekt. Sehr alte Scanner-Apps zeigen gelegentlich falsche Zeichen an; bei Links sind Sie mit reinen ASCII-Adressen auf der sicheren Seite.
Kann ich ein anderes Werkzeug für Links nutzen?
Wenn Sie Sonderzeichen in einem Link kodieren oder Parameter prüfen möchten, bevor Sie daraus einen QR-Code machen, hilft der URL-Encoder und -Parser. Für Zugangsdaten zur Zwei-Faktor-Anmeldung gibt es den 2FA-QR-Generator.