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📘 Anleitung WordPress 30.09.2026 · 10 min Lesezeit

Bilder-SEO in WordPress: Alt-Texte, Dateinamen und Bildgrößen

So benennen Sie Bilder vor dem Hochladen sinnvoll, schreiben Alternativtexte nach dem Zweck des Bildes, nutzen die automatischen Bildgrößen von WordPress und bessern bestehende Bilder nach, ohne in die Falle mit veralteten Alt-Texten zu laufen.

Mit KI erstellt – redaktionelle Prüfung ausstehend

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Grafik mit der Überschrift Bilder-SEO in WordPress und einem stilisierten WordPress-Adminbereich mit Bildraster und Beschriftungsfeldern

Bilder machen Firmen-Websites anschaulich, sind aber oft der größte Bremsklotz beim Laden und für Suchmaschinen und Screenreader weitgehend unsichtbar, wenn die Beschreibung fehlt. Drei Stellschrauben entscheiden darüber, ob ein Bild hilft oder schadet: der Alternativtext, der Dateiname und die Größe der Datei. WordPress nimmt Ihnen dabei mehr ab, als viele wissen, hat aber auch Eigenheiten, die im Alltag zu Fehlern führen. Diese Anleitung zeigt, wie Sie Bilder vorbereiten, beim Hochladen richtig beschriften und bestehende Bilder gezielt nachbessern.

Voraussetzungen

  • WordPress: eine aktuelle Version, getestet mit WordPress 7.1.2 und dem Block-Editor. Die Menüpfade stammen aus der deutschen Oberfläche.
  • PHP: 7.4 oder neuer, empfohlen 8.3 oder 8.4, mit der Erweiterung GD oder Imagick. Ohne sie erzeugt WordPress keine verkleinerten Bildgrößen.
  • Zugriff: Backend-Zugang mit der Rolle Redakteur oder Administrator. Für die Einstellungen unter Einstellungen > Medien ist die Rolle Administrator nötig. SSH mit WP-CLI ist optional.
  • Werkzeug: ein Bildbearbeitungsprogramm zum Zuschneiden und Umbenennen, etwa das mitgelieferte Programm Ihres Betriebssystems.
  • Backup: eine aktuelle Sicherung von Datenbank und Upload-Ordner, bevor Sie viele Bilder nachbearbeiten.

Schritt 1: Dateinamen vor dem Hochladen festlegen

Google nennt in seinen Hinweisen zur Bildersuche den Dateinamen als leichten Hinweis auf den Bildinhalt und rät zu kurzen, beschreibenden Namen statt IMG_1234.jpg oder bild1.jpg. Der Aufwand ist gering, solange Sie die Datei vor dem Hochladen umbenennen. Nachträglich lässt sich der Dateiname in WordPress ohne Plugin nicht ändern, denn die Adresse steckt dann bereits in Beiträgen, Bildgrößen und womöglich in fremden Verlinkungen.

Umlaute und Leerzeichen müssen Sie nicht selbst ersetzen. Im Test benannte eine deutschsprachige Installation die Datei beim Hochladen so um:

IMG_20260930 Büro Übergabe.jpg
IMG_20260930-Buero-Uebergabe.jpg

WordPress ersetzt Leerzeichen durch Bindestriche und schreibt Umlaute als „ue“ oder „oe“ aus. Das Kamerakürzel davor bleibt aber stehen und sagt nichts über das Bild.

UngünstigBesser
IMG_20260930_104512.jpgheizungswartung-gasbrenner.jpg
Foto final (2).jpgteam-buero-dresden.jpg
bild1.pnggrundriss-erdgeschoss.png

Kleinbuchstaben, Bindestriche als Worttrenner und zwei bis vier Begriffe reichen. Stapeln Sie keine Suchbegriffe, der Name soll das Bild beschreiben.

Verifizieren: Öffnen Sie nach dem Hochladen in der Mediathek das Bild. Unter Anhang-Details zeigt das Feld Dateiname: den gespeicherten Namen.

Schritt 2: Bildgröße und Format vorbereiten

Ein Foto direkt aus dem Smartphone hat oft 4000 Pixel Breite und mehrere Megabyte. Das ist für eine Website zu viel. WordPress fängt einen Teil davon ab. Seit Version 5.3 skaliert es Bilder, deren längere Seite über 2560 Pixel liegt, beim Hochladen herunter. Im Test entstand aus einem Bild mit 4000 mal 3000 Pixeln eine Datei mit dem Zusatz -scaled, die WordPress seitdem als Original verwendet. Das unveränderte Original blieb daneben auf dem Server liegen.

Zusätzlich erzeugt WordPress mehrere kleinere Fassungen. Im Test waren es sechs Stück, von 150 mal 150 Pixeln bis 2048 Pixel Breite. Die Standardgrößen „Vorschaubild“, „Mittel“ und „Groß“ stellen Sie unter Einstellungen > Medien ein. Mit WP-CLI sehen Sie alle registrierten Größen, auch die vom Theme:

wp media image-size

Die Automatik ersetzt keine Vorbereitung. Schneiden Sie Bilder vor dem Hochladen auf den gewünschten Ausschnitt zu und verkleinern Sie sie auf eine sinnvolle Breite. Für Inhaltsbilder reichen meist 1600 bis 2000 Pixel. Das spart Speicherplatz, weil sonst das große Original dauerhaft auf dem Server bleibt. Moderne Formate wie WebP und AVIF sparen zusätzlich Datenmenge. Wie Sie WordPress so einstellen, dass es diese Formate erzeugt, zeigt die Anleitung Bilder optimieren mit WebP, AVIF und Lazy Loading.

Verifizieren: Prüfen Sie in der Mediathek unter Anhang-Details die Dateigröße und die Abmessungen. Ein Inhaltsbild sollte in der Regel unter 500 KB liegen.

Schritt 3: Den Alternativtext richtig schreiben

Der Alternativtext ist der wichtigste Teil der Bildbeschriftung. Screenreader lesen ihn vor, er erscheint, wenn ein Bild nicht lädt, und Google bezeichnet ihn als wichtigstes Attribut, um ein Bild zu verstehen. Für Websites, die unter das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz fallen, ist er zudem Pflicht. Mehr dazu in der Anleitung Barrierefreiheit nach BFSG umsetzen.

Der Entscheidungsbaum der W3C-Initiative für Barrierefreiheit hilft bei der Frage, was hineingehört:

  • Informatives Bild: Beschreiben Sie knapp, was für das Verständnis wichtig ist, etwa „Monteur prüft den Brenner einer Gasheizung“.
  • Bild als Link oder Button: Beschreiben Sie das Ziel, nicht das Motiv, etwa „Zur Kontaktseite“.
  • Bild mit Text: Geben Sie den Text wieder, etwa bei einer Grafik mit Öffnungszeiten.
  • Dekoratives Bild: Lassen Sie das Feld leer. WordPress gibt dann alt="" aus, und Screenreader überspringen das Bild.

Vermeiden Sie Einleitungen wie „Bild von“ oder „Foto zeigt“, denn Screenreader kündigen das Bild ohnehin an. Hängen Sie keine Suchbegriffe an, die mit dem Motiv nichts zu tun haben. Das stört Menschen, die auf den Text angewiesen sind, und bringt bei Google nichts.

Im Block-Editor tragen Sie den Text ein, indem Sie den Bild-Block auswählen. In der rechten Seitenleiste steht das Feld Alternativtext mit dem Hinweis „Beschreibe den Zweck des Bildes. Leer lassen, wenn es dekorativ ist.“ In der Mediathek finden Sie dasselbe Feld unter Anhang-Details, zusammen mit Titel, Beschriftung und Beschreibung. Der Titel erscheint nicht als Alternativtext und wird im Frontend normalerweise nicht angezeigt. Die Beschriftung steht sichtbar unter dem Bild.

Verifizieren: Öffnen Sie den Beitrag im Frontend, rufen Sie den Quelltext auf und suchen Sie nach alt=. Jedes Inhaltsbild hat einen passenden Text, dekorative Bilder haben alt="".

Schritt 4: Die Eigenheit mit der Mediathek kennen

Hier passiert der häufigste Fehler. Der Alternativtext wird an zwei Stellen gespeichert: am Bild in der Mediathek und als Kopie im Inhalt jedes Beitrags, in den Sie das Bild einfügen. Beim Einfügen übernimmt der Block-Editor den Text aus der Mediathek. Danach sind beide unabhängig.

Im Test haben wir ein Bild mit Alternativtext in einen Beitrag eingefügt und den Text anschließend in der Mediathek geändert. Der Beitrag gab weiterhin den alten Text aus:

<img ... alt="Zwei Mitarbeiterinnen übergeben im Büro einen Ordner" class="wp-image-4" />

Die Folge für die Praxis: Wenn Sie fehlende Alternativtexte nachtragen, reicht die Mediathek nicht. Sie müssen jeden Beitrag öffnen, den Bild-Block auswählen und den Text dort ergänzen. Tragen Sie den Text deshalb am besten schon beim Hochladen in der Mediathek ein, dann wird er in alle neuen Einbindungen übernommen. Anders verhält sich das Beitragsbild, das WordPress bei jedem Aufruf aus der Mediathek lädt. Dort zeigte der Test sofort den geänderten Text. Mit WP-CLI lesen Sie den gespeicherten Mediathek-Text so aus:

wp post meta get 4 _wp_attachment_image_alt

Verifizieren: Ändern Sie testweise den Alternativtext eines Bildes in der Mediathek und prüfen Sie im Quelltext eines Beitrags, der es enthält, welcher Text ausgegeben wird.

Schritt 5: Responsive Bilder und Ladeverhalten prüfen

Beim Einfügen gibt WordPress nicht nur eine Bilddatei aus, sondern über das Attribut srcset eine Liste aller passenden Größen. Der Browser lädt dann die kleinste Fassung, die für den Bildschirm reicht. Im Test enthielt die Liste fünf Größen von 300 bis 2048 Pixeln Breite. Zusätzlich setzt WordPress width und height, damit der Platz für das Bild beim Laden reserviert ist und die Seite nicht springt.

Außerdem steuert WordPress das Ladeverhalten selbst. Bilder weiter unten auf der Seite bekommen loading="lazy" und werden erst geladen, wenn der Besucher dorthin scrollt. Das erste große Bild eines Beitrags erhielt im Test dagegen fetchpriority="high", damit es möglichst früh erscheint. Diese Automatik greift nur, wenn Sie Bilder über den Bild-Block oder die Mediathek einfügen. Bilder, die per eigenem HTML oder aus einem Page Builder kommen, bekommen die Attribute nicht zwingend.

Wählen Sie im Bild-Block unter Auflösung eine passende Größe. „Groß“ genügt für die Inhaltsbreite der meisten Themes. „Originalgröße“ lädt unnötig viel, wenn das Bild ohnehin schmal dargestellt wird.

Verifizieren: Öffnen Sie die Entwicklerwerkzeuge Ihres Browsers (F12), wählen Sie das Register „Netzwerk“ und filtern Sie nach Bildern. Beim Laden der Seite auf einem schmalen Fenster sollten kleinere Fassungen wie -768x576.jpg statt der großen Datei erscheinen.

Schritt 6: Bestehende Bilder systematisch nachbessern

Auf gewachsenen Websites fehlen Alternativtexte oft zu Hunderten. Gehen Sie in drei Stufen vor. Beginnen Sie mit den Seiten, die am meisten Besucher haben, also Startseite, Leistungen und Kontakt. Danach folgen Beiträge mit Bildern, die in der Bildersuche gefunden werden sollen, etwa Referenzprojekte. Dekorative Bilder am Ende brauchen nur eine Prüfung, dass sie tatsächlich leer bleiben dürfen.

Einen schnellen Überblick über Bilder ohne Alternativtext in der Mediathek liefert WP-CLI:

wp post list --post_type=attachment --post_mime_type=image --fields=ID,post_title --meta_key=_wp_attachment_image_alt --meta_compare='NOT EXISTS'

Die Liste zeigt nur den Stand der Mediathek. Wegen der Eigenheit aus Schritt 4 prüfen Sie die Beiträge selbst anschließend im Quelltext oder mit einem Prüfwerkzeug für Barrierefreiheit.

Bilder sind ein Teil der laufenden Pflege einer Website, genauso wie Updates, Sicherungen und die Kontrolle der Ladezeit. Wer diese Aufgaben nicht selbst im Kalender halten möchte, kann sie abgeben: Die WordPress-Wartung von wordpressupdate.de übernimmt Updates von WordPress, Plugins und Themes mit Kompatibilitätsprüfung und wöchentliche Backups auf externen Speicher und beginnt mit einer einmaligen Homepage-Analyse.

Verifizieren: Nach der Überarbeitung liefert der WP-CLI-Befehl nur noch Bilder, die bewusst dekorativ sind. Stichproben im Quelltext wichtiger Seiten zeigen passende Alternativtexte.

Typische Fehler

  • Alternativtext in der Mediathek geändert, Beitrag zeigt den alten: Der Text steckt als Kopie im Block. Im Beitrag den Bild-Block auswählen und den Text dort ändern.
  • Keine verkleinerten Bildgrößen im Upload-Ordner: Die PHP-Erweiterung GD oder Imagick fehlt. Unter Werkzeuge > Website-Zustand zeigen die Detailinformationen im Abschnitt „Medienverarbeitung“, welche Bibliothek aktiv ist.
  • Dateiname enthält „-scaled“: Kein Fehler, sondern die automatische Verkleinerung großer Bilder. Vermeiden lässt sie sich, indem Sie Bilder vorher verkleinern.
  • Bilder springen beim Laden: width und height fehlen, meist bei Bildern aus eigenem HTML oder Page Buildern. Bilder über den Bild-Block einfügen.
  • Alternativtext besteht aus Suchbegriffen: Text neu schreiben, sodass er das Bild für jemanden beschreibt, der es nicht sieht.

Häufige Fragen

Brauche ich ein Plugin für Bilder-SEO?

Für Alternativtexte, Dateinamen und responsive Bilder nicht. Das erledigt WordPress selbst. Plugins helfen beim Umwandeln in moderne Formate oder beim nachträglichen Umbenennen von Dateien.

Sollte der Titel eines Bildes gepflegt werden?

Der Titel dient vor allem der Orientierung in der Mediathek und wird im Frontend normalerweise nicht ausgegeben. Ein verständlicher Titel erleichtert die Suche, für Besucher und Suchmaschinen zählt der Alternativtext.

Was passiert mit Anhangseiten von Bildern?

Auf neuen Installationen sind sie abgeschaltet. Im Test leitete die Adresse ?attachment_id=4 per 301 direkt auf die Bilddatei weiter, es entstehen also keine dünnen Einzelseiten je Bild.

Testumfang

Wir haben auf einer Testinstallation mit WordPress 7.1.2 ein großes Foto mit Umlauten und Leerzeichen im Namen hochgeladen und in einen Beitrag eingefügt. Auffällig war, dass der Alternativtext im Beitrag die alte Fassung behält, wenn man ihn später in der Mediathek ändert.

Page Builder und Bild-Plugins haben wir nicht getestet, ebenso wenig die Einordnung durch Google. Nutzen Sie solche Werkzeuge, kontrollieren Sie den Quelltext Ihrer Seiten selbst.

Fazit

Gute Bilder-SEO in WordPress braucht kein Zusatzwerkzeug, sondern Sorgfalt an drei Stellen: ein sprechender Dateiname vor dem Hochladen, ein Alternativtext, der den Zweck des Bildes erklärt, und eine vernünftige Größe. Den Rest mit Skalierung, Bildgrößen und Ladeverhalten erledigt WordPress. Wenn sich jemand dauerhaft um Updates, Backups und die technische Pflege Ihrer Website kümmern soll, übernimmt das die WordPress-Wartung von Marcel Schönfelder.

Weiterführende Anleitungen und Quellen

WordPressSEOBilderBarrierefreiheitMediathek