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📘 Anleitung Backup & Datensicherung 02.06.2026 · 10 min Lesezeit

Windows Server Backup einrichten und Wiederherstellung testen

Windows Server Backup als Bordmittel installieren, geplante Sicherungen einrichten und die Wiederherstellung – Dateiebene und Bare-Metal – praxisnah testen.

Geprüft am 29.09.2026

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Rack-Server mit Festplatteneinschüben, per Kabel mit einer externen Sicherungsfestplatte verbunden, im Serverraum

Windows Server Backup ist das Bordmittel von Windows Server 2022 und 2025, mit dem Sie ohne Drittanbieter-Software vollständige Server-Sicherungen, System-State-Backups und Bare-Metal-Recovery-Images erstellen. Diese Anleitung zeigt, wie Sie das Feature installieren, ein lokales Volume oder eine Netzwerkfreigabe als Sicherungsziel einrichtest, einmalige und geplante Sicherungen konfigurierst – jeweils per GUI und per wbadmin-Befehlszeile – und wie Sie die Wiederherstellung auf Dateiebene sowie einen vollständigen Bare-Metal-Restore sauber testen.

Voraussetzungen

  1. Windows Server 2022 oder 2025 (Standard oder Datacenter), on-premises
  2. Mitglied der Gruppe Administratoren oder Backup Operators auf dem zu sichernden Server
  3. Erhöhte Eingabeaufforderung bzw. PowerShell als Administrator (UAC-Pflicht)
  4. Sicherungsziel: dediziertes lokales Volume (empfohlen, z. B. D:) oder Netzwerkfreigabe (UNC-Pfad, z. B. \\BACKUPSRV\Backup)
  5. Für Bare-Metal-Recovery-Test: Windows-Server-Installationsmedium (ISO oder DVD) mit passendem Build
  6. Ausreichend freier Speicher auf dem Zielvolume (Faustregel: 1,5× Größe der zu sichernden Daten); bei Unterordnern auf einer Netzwerkfreigabe laut Microsoft das Doppelte
  7. Für ein dediziertes Sicherungsvolume ein eigener Datenträger: Windows formatiert ihn beim Einrichten des Zeitplans, vorhandene Daten gehen verloren

Schritt 1: Feature installieren

Das Feature ist standardmäßig nicht aktiv. Installieren Sie es entweder per PowerShell oder über den Server Manager.

PowerShell (empfohlen)

Öffnen Sie eine PowerShell-Konsole als Administrator und führen Sie aus:

Install-WindowsFeature Windows-Server-Backup -IncludeManagementTools

Nach Abschluss sollte der Status Success angezeigt werden. Ein Neustart ist in der Regel nicht erforderlich.

GUI: Server Manager

  1. Server Manager öffnen → Verwalten → Rollen und Features hinzufügen
  2. Installationstyp: Rollenbasierte oder featurebasierte Installation
  3. Server auswählen → weiter bis Features
  4. Haken bei Windows Server-Sicherung setzen
  5. Installieren klicken, Fortschritt abwarten

Verifizieren: Get-WindowsFeature Windows-Server-Backup zeigt in der Spalte „Install State“ den Wert Installed.

Schritt 2: Windows Server-Sicherung öffnen

Nach der Installation stehen Ihnen zwei Einstiegspunkte zur Verfügung:

  1. GUI: Server Manager → Extras → Windows Server-Sicherung (oder wbsui.msc direkt ausführen)
  2. CLI: Eingabeaufforderung als Administrator → wbadmin-Befehle

Starten Sie die Konsole stets als Administrator, sonst erscheint ein UAC-Fehler und die Sicherungsliste bleibt leer.

Verifizieren: Die Konsole „Windows Server-Sicherung“ öffnet sich und zeigt links den Eintrag „Lokale Sicherung“; in einer Administrator-Eingabeaufforderung gibt wbadmin get versions ohne Fehlermeldung eine (vorerst leere) Liste aus.

Schritt 3: Einmalige Sicherung erstellen

Bevor Sie einen Zeitplan einrichten, ist es sinnvoll, eine erste manuelle Sicherung durchzuführen und zu prüfen, ob Ziel und Berechtigungen korrekt sind.

Auf lokales Volume sichern (CLI)

wbadmin start backup -backupTarget:d: -allCritical

Der Parameter -allCritical sichert alle Volumes, die für eine Bare-Metal-Recovery benötigt werden (Systemvolume, Bootvolume). Mit dem optionalen Zusatz -systemstate wird außerdem der System State explizit eingeschlossen:

wbadmin start backup -backupTarget:d: -allCritical -systemstate

Auf Netzwerkfreigabe sichern (CLI)

wbadmin start backup -backupTarget:\\BACKUPSRV\Backup -allCritical -user:DOMAIN\BackupUser -password:IHR-PASSWORT -noInheritAcl

Wichtig: Auf Netzwerkzielen erstellt Windows Server Backup ausschließlich Vollsicherungen. Jeder neue Lauf überschreibt die vorherige Sicherung im selben Ordner. Microsoft weist ausdrücklich darauf hin: Schlägt der neue Lauf fehl, bleibt unter Umständen gar keine brauchbare Sicherung übrig. Legen Sie daher für jeden Server einen eigenen Unterordner an (z. B. \\BACKUPSRV\Backup\SRV01), um versehentliches Überschreiben zu verhindern.

GUI-Weg: Einmalige Sicherung

  1. Windows Server-Sicherung öffnen
  2. Im rechten Bereich Einmalsicherung klicken
  3. Sicherungsoptionen: Vollständiger Server oder Benutzerdefiniert wählen
  4. Sicherungszieltyp: Lokale Laufwerke oder Freigegebener Remoteordner
  5. Ziel auswählen, Zusammenfassung prüfen, Sicherung klicken

Verifizieren: Der Lauf endet mit The backup operation successfully completed bzw. in der Konsole mit „Erfolgreich“, und wbadmin get versions listet eine Version mit aktuellem Zeitstempel.

Schritt 4: Geplante Sicherung einrichten

Für den produktiven Betrieb richten Sie einen täglichen Sicherungszeitplan ein. Windows Server Backup unterstützt dabei mehrere Sicherungszeitpunkte pro Tag.

CLI: Tägliche Sicherung um 09:00 und 18:00 Uhr auf lokales Volume

wbadmin enable backup -addtarget:d: -schedule:09:00,18:00 -allCritical

CLI: Tägliche Sicherung auf Netzwerkfreigabe (nur Vollsicherungen)

wbadmin enable backup -addtarget:\\BACKUPSRV\Backup -schedule:22:00 -user:DOMAIN\BackupUser -password:* -systemstate

Hinweis: Das Sternchen * als Passwort-Platzhalter fordert Sie zur interaktiven Eingabe auf, damit das Passwort nicht in der Befehlszeile oder im Verlauf landet. Das Konto braucht Schreibrechte auf die Freigabe und muss auf dem gesicherten Server Mitglied der Gruppe Administratoren oder Backup Operators sein.

GUI: Sicherungszeitplan-Assistent

  1. Windows Server-Sicherung → Sicherungszeitplan (rechter Bereich)
  2. Konfigurationsoptionen: Vollständiger Server wählen (entspricht -allCritical)
  3. Sicherungshäufigkeit: einmal täglich oder mehrmals täglich, Uhrzeiten festlegen
  4. Zieltyp: Auf einem Volume sichern (dediziertes Volume, wird für Backup formatiert) oder In einem freigegebenen Netzwerkordner sichern
  5. Ziel auswählen, Bestätigung lesen (Das Volume wird für die ausschließliche Verwendung als Sicherungsziel dediziert), Fertig stellen

Nach dem Einrichten können Sie den Zeitplan prüfen:

wbadmin get backup

Inkrementelle vs. vollständige Sicherung

Auf lokalen Zielen arbeitet Windows Server Backup blockbasiert inkrementell und legt in regelmäßigen Abständen automatisch wieder eine Vollsicherung an. Auf Netzwerkzielen ist ausschließlich eine Vollsicherung möglich – eine Inkrementalkette wird nicht unterstützt.

Verifizieren: wbadmin get backup zeigt die eingerichteten Uhrzeiten, das Ziel und die gesicherten Volumes. Am nächsten Tag listet wbadmin get versions je geplantem Termin eine neue Version.

Schritt 5: Verfügbare Sicherungsversionen auflisten

Bevor Sie eine Wiederherstellung durchführen, verschaffen Sie sich einen Überblick über vorhandene Sicherungsversionen:

wbadmin get versions

Die Ausgabe zeigt Datum, Uhrzeit und verfügbare Elemente jeder Version. Notieren Sie sich den Versions-Identifier im Format MM/DD/YYYY-HH:MM – er wird für alle Wiederherstellungsbefehle benötigt.

Welche Elemente eine bestimmte Version enthält, zeigt:

wbadmin get items -version:03/31/2026-09:00 -backupTarget:d:

Verifizieren: wbadmin get items listet für die gewählte Version die gesicherten Volumes (z. B. C:) und, falls gesichert, den Eintrag für den Systemstatus.

Schritt 6: Dateiwiederherstellung testen

Dateiwiederherstellungen können Sie im laufenden Betrieb testen, ohne den Server neu starten zu müssen. Dieser Test sollte regelmäßig stattfinden – mindestens einmal nach Einrichtung des Backups und danach monatlich.

CLI: Einzelnen Ordner wiederherstellen

wbadmin start recovery -version:03/31/2026-09:00 -itemtype:File -items:d:\TestOrdner -recursive

Ohne weitere Parameter werden die Dateien in ihr ursprüngliches Verzeichnis zurückgeschrieben (nur wenn noch vorhanden und beschreibbar). Mit -overwrite:Overwrite überschreiben Sie vorhandene Dateien, mit -recoveryTarget:e:\Restore stellen Sie alternativ in einen anderen Ordner wieder her:

wbadmin start recovery -version:03/31/2026-09:00 -itemtype:File -items:d:\TestOrdner -recursive -overwrite:Overwrite

CLI: Gesamtes Volume wiederherstellen

wbadmin start recovery -version:03/31/2026-09:00 -itemtype:Volume -items:d:

GUI: Dateiwiederherstellung

  1. Windows Server-Sicherung → Lokale Sicherung → Menü Aktion → Wiederherstellen
  2. Server wählen: Dieser Server oder anderer Server
  3. Sicherungsdatum im Kalender wählen
  4. Wiederherstellungstyp: Dateien und Ordner
  5. Im Verzeichnisbaum den gewünschten Ordner oder die Datei auswählen
  6. Zielordner und Sicherheitsoptionen (überschreiben / kopieren / überspringen) festlegen
  7. Wiederherstellen klicken, Protokoll prüfen

Überprüfen Sie nach dem Test, ob die wiederhergestellten Dateien inhaltlich intakt sind und die Berechtigungen korrekt gesetzt wurden.

Verifizieren: Die wiederhergestellte Testdatei lässt sich öffnen und hat denselben Inhalt wie vor dem Löschen, Get-FileHash liefert denselben Hash wie das Original, und icacls zeigt die ursprünglichen Berechtigungen.

Schritt 7: Bare-Metal-Recovery testen

Der BMR-Test ist der kritischste Teil dieser Anleitung. Er zeigt, ob Sie im Ernstfall den Server vollständig wiederherstellen können. Führen Sie diesen Test auf einem Testsystem oder einer Hyper-V-VM durch – nicht auf dem Produktivsystem.

Voraussetzung: BMR-fähige Sicherung

Nur Sicherungen, die mit -allCritical oder der GUI-Option Vollständiger Server erstellt wurden, unterstützen Bare-Metal-Recovery. Eine reine -systemstate-Sicherung enthält keine Partitionsinformationen und ist für BMR nicht geeignet.

BMR über WinRE (Installationsmedium)

  1. Testsystem vom Windows-Server-Installationsmedium (ISO / DVD) booten
  2. Sprache wählen → Weiter
  3. Computer reparieren (unten links, nicht Jetzt installieren)
  4. Problembehandlung → Systemimage-Wiederherstellung
  5. Windows-Version auswählen
  6. Assistent öffnet sich: Sicherungsimage automatisch erkennen lassen oder Pfad zur Sicherung manuell angeben (Netzwerkfreigabe oder lokales Laufwerk)
  7. Wiederherstellungspunkt im Kalender wählen
  8. Optionen: Datenträger formatieren und neu partitionieren (für echten BMR notwendig), Laufwerkzuordnung prüfen
  9. Fertig stellen → Wiederherstellung abwarten (je nach Datenmenge 20–90 Minuten)
  10. System neu starten, Funktion prüfen

BMR per wbadmin (in WinRE-Umgebung)

Alternativ können Sie in der WinRE-Eingabeaufforderung direkt wbadmin nutzen:

wbadmin start sysrecovery -version:03/31/2026-09:00 -backupTarget:d:

Wichtig: Dieser Befehl funktioniert ausschließlich in der WinRE-Umgebung, nicht im laufenden Windows-Betrieb.

System State enthält

Der System State umfasst: Boot-Dateien, Registry, SYSVOL, Active Directory / NTDS (auf Domain Controllern), IIS Metadirectory, Cluster-Informationen und den Zertifikat-Store. Für Domain Controller ist die Sicherung des System State daher essenziell.

Verifizieren: Die Test-VM startet nach der Wiederherstellung ohne Fehler, Anmeldung und Dienste funktionieren, und die Datenträgerverwaltung zeigt dieselben Volumes wie auf dem Originalserver. Trennen Sie die VM vorher vom Produktivnetz, damit keine doppelte Identität im Netzwerk auftaucht.

Troubleshooting

  1. Problem: Sicherung mit -allCritical schlägt fehl oder das Ziel wird abgelehnt. Das Sicherungsziel darf selbst kein kritisches Volume sein und nicht in -include stehen. Prüfen Sie, ob das Zielvolume das System- oder Bootvolume ist, und wählen Sie ein separates Volume oder eine Freigabe.
  2. Problem: Netzwerksicherung überschreibt die einzige vorhandene Sicherung. Windows Server Backup hält auf UNC-Zielen nur eine Version vor. Lösung: Pro Server einen eigenen Unterordner verwenden, z. B. \\BACKUPSRV\Backup\SRV01.
  3. Problem: Inkrementelle Sicherung funktioniert nicht auf Netzwerkfreigabe. Inkrementelle Sicherungen werden auf UNC-Zielen nicht unterstützt – nur auf lokalen Volumes oder dedizierten VHDs.
  4. Problem: BMR-Test schlägt fehl, weil das Sicherungsimage nicht gefunden wird. Prüfen Sie, ob das ISO-Abbild dem gleichen Build des gesicherten Servers entspricht und ob WinRE auf dem Medium verfügbar ist.
  5. Problem: wbadmin meldet Zugriff verweigert. Stellen Sie sicher, dass die Eingabeaufforderung oder PowerShell als Administrator gestartet wurde.
  6. Problem: VSS-Fehler bei gleichzeitigem Drittanbieter-Backup. -vssFull kann die VSS-Historie anderer Backup-Tools überschreiben. Verwenden Sie -vssCopy für einmalige Sicherungen, wenn andere Tools inkrementelle VSS-Snapshots nutzen.
  7. Problem: Netzwerk-Authentifizierung schlägt fehl. Stellen Sie sicher, dass -user und -password immer zusammen mit dem UNC-Pfad angegeben werden. Format: DOMAIN\Benutzername mit einfachem Backslash; die Eingabeaufforderung braucht kein Escaping. Das Konto muss auf dem gesicherten Server zu Administratoren oder Backup Operators gehören.

Häufige Fragen

Können Sie Windows Server Backup parallel zu einem Drittanbieter-Backup-Tool betreiben?

Ja, mit Einschränkungen. Verwenden Sie in diesem Fall -vssCopy bzw. lassen Sie -vssFull weg; ohne diesen Parameter erstellt wbadmin start backup ohnehin eine Kopiesicherung. -vssFull aktualisiert die Sicherungshistorie der Dateien und kann Anwendungsprotokolle kürzen, was inkrementelle oder differentielle Sicherungen anderer Tools stört.

Wie viele Sicherungsversionen werden auf einem lokalen Volume aufbewahrt?

Windows Server Backup verwaltet auf dedizierten lokalen Volumes automatisch einen rollierenden Versionsspeicher: Es werden so viele Versionen vorgehalten, wie der verfügbare Speicherplatz erlaubt. Alte Versionen werden automatisch gelöscht, wenn der Platz knapp wird. Auf Netzwerkzielen wird immer nur eine Version vorgehalten.

Müssen Sie bei einem Domain Controller besonders vorgehen?

Ja. Auf einem Domain Controller sollten Sie immer -allCritical -systemstate kombinieren, damit NTDS und SYSVOL gesichert werden. Bei einer Wiederherstellung eines DCs in einer Active-Directory-Umgebung ist außerdem ein Authoritative Restore oder Non-Authoritative Restore zu beachten – das ist ein eigenes Thema. Als Einstieg empfiehlt sich unsere Anleitung zu Active Directory-Domäne einrichten und Benutzer verwalten.

Können Sie mit Windows Server Backup Hyper-V-VMs sichern und wiederherstellen?

Windows Server Backup sichert den Host-Server inklusive aller lokal gespeicherten Hyper-V-VMs, wenn -allCritical verwendet wird und die VM-Daten auf dem Systemvolume oder einem eingeschlossenen Volume liegen. Für granulare VM-Sicherungen (einzelne Checkpoints, Online-Sicherung per VSS) ist ein dediziertes Hyper-V-Backup-Produkt oder Windows Server Backup mit explizit eingeschlossenem Hyper-V-Volume besser geeignet. Mehr dazu in unserer Anleitung zu Hyper-V: Virtuelle Maschinen erstellen und Checkpoints verwalten.

Was ist der Unterschied zwischen Bare-Metal-Recovery und System State?

Eine Bare-Metal-Recovery-Sicherung (-allCritical) enthält alle für den Systemstart und Betrieb erforderlichen Volumes einschließlich Partitionstabelle und MBR/GPT. Damit kann ein vollständig leerer Server oder eine leere VM wiederhergestellt werden. Der System State (-systemstate) enthält nur die Betriebssystem-Konfigurationsdaten (Registry, AD, Zertifikate usw.), aber keine Disk-Layout-Informationen – er eignet sich für Konfigurationswiederherstellungen, nicht für BMR.

Ist Windows Server Backup ein vollständiger Ersatz für eine Backup-Lösung wie Microsoft 365 Backup?

Nein. Windows Server Backup ist ein reines On-Premises-Bordmittel ohne Cloud-Anbindung, ohne Deduplizierung und ohne zentralisiertes Management für mehrere Server. Für Microsoft-365-Daten (Exchange Online, SharePoint, Teams) benötigen Sie eine separate Lösung. Einen Einstieg bietet unsere Übersicht zu Microsoft 365 Backup: Grundlagen und Einrichten. Weitere Backup-Anleitungen finden Sie in unserer Backup-Kategorie.

Fazit

Windows Server Backup ist ein solides, kostenloses Bordmittel für On-Premises-Windows-Server. Mit wenigen Befehlen richten Sie eine tägliche Sicherung inkl. Bare-Metal-Recovery ein. Entscheidend ist, dass Sie die Wiederherstellung regelmäßig testen – sowohl auf Dateiebene (im laufenden Betrieb möglich) als auch als BMR-Test auf einer Hyper-V-VM oder einem Testsystem. Erst ein erfolgreich getesteter Restore ist ein echtes Backup.

Beachten Sie die wesentlichen Einschränkungen: Netzwerkziele unterstützen nur Vollsicherungen mit einer einzigen gespeicherten Version, und eine reine System-State-Sicherung reicht für BMR nicht aus. Für erweiterte Anforderungen (mehrere Server, Cloud-Ziele, Deduplizierung) lohnt sich der Blick auf kommerzielle Lösungen oder Azure Backup.

Weiterführende Anleitungen und Quellen

  1. Hyper-V: Virtuelle Maschinen erstellen und Checkpoints verwalten
  2. Active Directory-Domäne einrichten, Benutzer und OUs verwalten
  3. Microsoft 365 Backup: Grundlagen und Einrichten
  4. Alle Backup-Anleitungen auf s-edv.com

Offizielle Microsoft-Dokumentation: wbadmin start backup, wbadmin enable backup, wbadmin start recovery, wbadmin start sysrecovery.