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Linux 27.10.2026 · 3 min Lesezeit

Kali Linux 2026.3: Sechs neue Pentest-Werkzeuge und Kernel 7.1

Kali Linux 2026.3 ist erschienen: sechs neue Werkzeuge, 126 Paketupdates, Kernel 7.1.5 und KDE Plasma 6.7. Neu sind vereinheitlichte Build-Skripte mit Docker- und Podman-Unterstützung. So aktualisieren Admins bestehende Installationen.

Mit KI erstellt – redaktionelle Prüfung ausstehend

Symbolbild: blaue Glaswürfel mit Terminal-Symbol und Radarring neben der Überschrift Kali Linux 2026.3 ist da

Das Kali-Team hat am 26. Oktober 2026 Kali Linux 2026.3 veröffentlicht, die dritte Ausgabe der Pentest-Distribution in diesem Jahr. Sie bringt sechs neue Werkzeuge, KDE Plasma 6.7, 126 aktualisierte Pakete und einen Kernelsprung von 6.19 auf 7.1.5. Der größte Umbau betrifft die Build-Skripte, mit denen sich eigene Kali-Images nun einheitlich und auch in Docker- oder Podman-Containern bauen lassen.

Relevant ist die Version für Sicherheitsteams, Pentester und Admins, die Kali für interne Prüfungen einsetzen. Ein Sicherheitsnotfall ist das Release nicht. Bestehende Installationen auf dem Rolling-Zweig erhalten die Änderungen über ein normales Update, das sich in ein ruhiges Zeitfenster legen lässt. Wichtig: Während eines laufenden Pentest-Auftrags sollte Kali laut eigener Dokumentation nicht aktualisiert werden, da ein Rolling-Update einzelne Werkzeuge beschädigen kann.

Was ist neu?

In die Paketquellen aufgenommen wurden dalfox, ein auf Automatisierung ausgelegter XSS-Scanner, das Crawling-Framework katana, das Kommandozeilenwerkzeug qsreplace zum Ersetzen von Query-String-Werten, der Portscanner rustscan, die SDR-Oberfläche sdrangel und snaffler-ng, das SMB-Freigaben nach Zugangsdaten und sensiblen Dateien durchsucht.

Mit KDE Plasma 6.7 kommen virtuelle Desktops pro Bildschirm, was auf Mehrmonitor-Arbeitsplätzen Terminal, Browser und Dokumentation sauber trennt. Netzwerkverbindungen lassen sich duplizieren, dazu kommen Optimierungen für Intel-Grafik. Viele Werkzeuge haben neue Symbole erhalten.

Die überarbeiteten Build-Skripte haben nun plattformübergreifend gleiche Optionen und Struktur. Jedes enthält ein build-in-container.sh, das Docker oder Podman erkennt und den Build im Container ausführt. Bisher war ein Kali-System als Buildumgebung empfohlen. Noch sind nicht alle Skripte umgestellt, der Rest soll mit Kali 2026.4 folgen. Das Team entschuldigt sich ausdrücklich für zwischenzeitlich gebrochene CI-Pipelines. Für Kali NetHunter gibt es Wardriving auf der TicWatch Pro 3, NFC-Zugriff aus dem Chroot, KernelSU-Unterstützung und mehrere neue Geräte-Kernel.

Für wen ist das relevant?

Für alle, die Kali als Workstation, virtuelle Maschine oder Live-System für Sicherheitsprüfungen nutzen. Wer in internen Pentests Windows-Freigaben prüft, erhält mit snaffler-ng ein zusätzliches Werkzeug für die Suche nach offen abgelegten Passwörtern. Teams mit eigenen, angepassten Kali-Images sollten die neuen Build-Skripte prüfen, weil sich Struktur und Parameter geändert haben. Nicht betroffen sind Nutzer von last-snapshot, sie erhalten Updates erst mit dem nächsten Release.

Wie wichtig ist das Update?

Normal. Es enthält keine als kritisch gemeldeten Sicherheitskorrekturen, wohl aber einen großen Kernelsprung. Bei älterer Hardware oder speziellen WLAN-Adaptern lohnt ein Test vor dem produktiven Einsatz.

Was sollten Admins jetzt tun?

  • Version prüfen: grep VERSION /etc/os-release und uname -r zeigen Release und Kernel.
  • Kein Update während laufender Aufträge. Vor einem neuen Pentest aktualisieren und alle benötigten Werkzeuge kurz testen.
  • Paketquelle kontrollieren: Kali nutzt die Datei /etc/apt/sources.list.d/kali.sources mit Suite kali-rolling.
  • Bestehende Installationen aktualisieren:
sudo apt update && sudo apt -y full-upgrade
cp -vrbi /etc/skel/. ~/
[ -f /var/run/reboot-required ] && sudo reboot -f
  • Neue Werkzeuge wie snaffler-ng oder rustscan nur mit schriftlichem Auftrag und klar abgestecktem Prüfumfang im eigenen Netz einsetzen.
  • Eigene Image-Pipelines auf die neuen Build-Skripte anpassen und einen Testbuild durchführen.

Einordnung für Unternehmen

Für kleinere IT-Abteilungen ist Kali vor allem ein Werkzeugkasten für regelmäßige interne Prüfungen: offene Ports, schwache Webanwendungen, Freigaben mit Passwörtern. Die neuen Werkzeuge decken genau solche Alltagsprüfungen ab. Die Build-Skripte im Container machen es zudem einfacher, ein festes, dokumentiertes Prüf-Image zu bauen, statt jedes Mal ein Rolling-System mit unklarem Stand einzusetzen. Rechtlich gilt: Scans nur mit Freigabe der Verantwortlichen und nie gegen fremde Systeme.

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Quellen

Kali LinuxPentestLinuxSicherheitswerkzeugeKDE PlasmaLinux-Kernel