Server 2025 per Windows Update: Microsoft drückt Upgrade-Pfad

Microsoft hat im Mai 2026 die Werbetrommel für Windows Server 2025 über den klassischsten Vertriebskanal gedreht: Windows Update. IT-Leiter mit Server-2019- und 2022-Beständen sehen seitdem im Update-Verlauf den Hinweis auf ein In-Place-Upgrade. Auslöser ist eine Bereinigung der bekannten Probleme mit ungewollten Auto-Upgrades, die im April noch für Aufregung gesorgt hatten.
Was Microsoft genau anbietet
Microsoft beschreibt das In-Place-Upgrade auf Server 2025 mittlerweile bewusst niederschwellig: "so einfach wie ein monatliches Security-Update", ohne Installationsmedien. Technisch ist das kein neuer Mechanismus, neu ist aber die Promotion über Windows Update. Die ungewollten Upgrades aus dem April – ausgelöst durch ein fehlerhaftes Side-by-Side-Angebot in WSUS-Kanälen – sind laut Microsoft jetzt unterbunden. Wer 2019 oder 2022 fährt, bekommt das Angebot nur noch, wenn die Maschine grundsätzlich für 2025 geeignet ist.
Parallel hatte Microsoft im April und Mai mehrere Out-of-Band-Updates für die laufenden Patchdays nachgereicht, unter anderem gegen LSASS-Crashes nach KB5082063 und gegen unerreichbare Domain-Controller, die nach einem Neustart das falsche Firewall-Profil luden. Wer in den letzten Wochen einen sauberen Patch-Stand hat, sollte stabil sein – wer noch hinterherhinkt, sollte vor jedem Upgrade-Schritt erst die Patch-Historie konsolidieren.
Was Admins jetzt tun sollten
- WSUS-/SCCM-Kategorisierung prüfen: Upgrades-Klassifikation gezielt deaktivieren, wenn 2025 nicht in den nächsten 6 Monaten geplant ist.
- Vor jedem In-Place-Upgrade: vollständige Backups, Snapshots auf Hypervisor-Ebene, dokumentierter Rollback-Pfad.
- Inventur: AD-Rollen, GPO-Stand, Hyper-V-Hosts, Drittanbieter-Treiber (Backup, AV, Storage) auf 2025-Kompatibilität checken.
- Pilot-Server mit gleichem Patchstand wie Produktion, Test mit echtem GPO- und Login-Traffic über mindestens eine Woche.
- Lizenzierung: bei Volumen-Lizenzen das CSP/Open-Value-Modell vor In-Place-Upgrade abklären, sonst drohen Reaktivierungs-Themen.
Für Mittelstands-IT bleibt 2025 ein attraktives Ziel – Sicherheits-Features wie SMB-Signing-Default und neue Hyper-V-Features sind handfeste Vorteile. Aber die jüngsten Patch-Eskapaden zeigen, dass der Upgrade-Pfad mit Bedacht und nicht über die Windows-Update-Schiene eingeschlagen werden sollte.
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Quelle: heise online – Windows Server: Microsoft promotes upgrade to Server 2025 via Windows Update