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IT-Branche 25.06.2026 · 3 min Lesezeit

OpenAI und Broadcom kündigen neuen KI-Chip Jalapeño an

OpenAI und Broadcom haben den KI-Chip Jalapeño angekündigt, einen ASIC für KI-Inferenz. Entwicklung in 9 Monaten, Auslieferung Ende 2026. Microsoft-Partner für Gigawatt-Rechenzentren. OpenAI reduziert NVIDIA-Abhängigkeit.

Illustration des neuen KI Chips Jalapeño von OpenAI und Broadcom mit modernem Prozessor, Server Infrastruktur, KI Netzwerk und Hightech Leiterplatten als Symbol für die nächste Generation leistungsstarker KI Hardware.

OpenAI und Broadcom haben den neuen KI-Inferenz-Chip Jalapeño vorgestellt. Der ASIC (Application-Specific Integrated Circuit) ist speziell auf OpenAIs Inferenz-Software zugeschnitten und wurde in nur neun Monaten von Grund auf neu entwickelt. Erste Auslieferungen sind für Ende 2026 geplant. Microsoft ist als größter Aktionär des operativen OpenAI-Arms Partner für den Bau von Gigawatt-Rechenzentren.

Meldung und Einordnung

Am 24. Juni 2026 veröffentlichte Heise online einen detaillierten Bericht über die Ankündigung von OpenAI und Broadcom. Der Chip trägt den Namen Jalapeño und ist ein reiner Inferenz-Chip – im Gegensatz zu NVIDIA-GPUs, die sowohl für Training als auch Inferenz genutzt werden. Der ASIC-Ansatz ähnelt Googles TPU, ist aber speziell auf OpenAIs Software zugeschnitten. Ziel ist es, die Abhängigkeit von NVIDIA zu reduzieren und die Kosten pro Inferenz zu senken.

Die Ankündigung kommt kurz nachdem OpenAI den Börsengang beantragt hat und dient auch der Börsenphantasie. Die Mitteilung enthält bewusst keine konkreten technischen Daten wie Prozessorarchitektur oder Performance-Zahlen. Broadcom-CEO Hock Tan kündigte an, dass man ab 2026 mit Microsoft und anderen Partnern den Bau von Gigawatt-Rechenzentren ermöglichen werde.

Technische Details für Admins

MerkmalDetail
NameJalapeño
TypASIC (Application-Specific Integrated Circuit)
ZweckKI-Inferenz (nicht für Training großer Sprachmodelle)
ArchitekturSpeziell auf OpenAIs Inferenz-Software zugeschnittene Schaltkreise
Entwicklungszeit9 Monate, von Grund auf neu entwickelt
LeistungsversprechenBei Inferenzen pro Watt mehr Leistung als derzeit verfügbare Halbleiter (laut frühen internen Tests)
Konkrete DatenKeine veröffentlicht (weder Prozessorarchitektur noch Performance-Zahlen)
GenerationenMehrere Generationen geplant (langfristige Zusammenarbeit)

Die Produktionspartner sind Broadcom (Entwicklung und Produktion, Hardware-Seite), OpenAI (Inferenz-Software, definiert Anforderungen) und Microsoft (größter Aktionär des operativen OpenAI-Arms, Partner für Gigawatt-Rechenzentren).

Vergleich mit bestehenden KI-Chips

AspektJalapeñoNVIDIA H100/B200Google TPU
TypASIC (Inferenz)GPU (Training + Inferenz)ASIC (TPU)
FokusNur InferenzTraining + InferenzTraining + Inferenz
FertigungBroadcomTSMCTSMC
MarktstartEnde 2026Bereits verfügbarBereits verfügbar

Auswirkungen auf die KI-Infrastruktur

Die Ankündigung hat weitreichende Auswirkungen auf die KI-Infrastruktur. OpenAI sichert sich eine eigene Chip-Versorgung und reduziert damit die Abhängigkeit von NVIDIA. Spezialisierte ASICs sind bei hohen Stückzahlen energieeffizienter und günstiger pro Inferenz als GPUs. Der Trend zu eigenen KI-Chips setzt sich fort: Amazon (Trainium/Inferentia), Google (TPU), Microsoft (Maia), Meta (MTIA) – OpenAI reiht sich mit Broadcom ein.

Die Ankündigung von Gigawatt-Rechenzentren ab 2026 zeigt, dass der Energiebedarf für KI-Infrastruktur weiter massiv steigen wird. Für Unternehmen bedeutet dies, dass die Verfügbarkeit von Rechenzentrumskapazitäten und Energie ein zunehmend kritischer Faktor wird.

Was Admins jetzt wissen sollten

  1. KI-Infrastruktur-Planung: Die Entwicklung zeigt, dass KI-Hardware sich schnell diversifiziert. Planen Sie Ihre Infrastruktur nicht ausschließlich um einen Hersteller.
  2. Energiekosten im Blick behalten: Gigawatt-Rechenzentren werden die Energienachfrage weiter erhöhen. Prüfen Sie Ihre Energieverträge und planen Sie langfristig.
  3. Abhängigkeiten reduzieren: Der Trend zu eigenen Chips zeigt, dass Abhängigkeiten von einzelnen Herstellern ein strategisches Risiko darstellen.
  4. Inferenz-Kosten senken: Spezialisierte Inferenz-Chips versprechen niedrigere Kosten pro Anfrage. Beobachten Sie die Entwicklung für Ihre KI-Projekte.

Admin-Einschätzung

Die Ankündigung des Jalapeño-Chips ist ein wichtiger Schritt in der Diversifizierung des KI-Hardware-Marktes. Dass OpenAI in nur neun Monaten einen eigenen Chip entwickelt hat, zeigt, wie schnell die Industrie agiert. Die fehlenden technischen Details sind jedoch bemerkenswert – ohne konkrete Performance-Zahlen bleibt die Ankündigung vorerst eine Absichtserklärung.

Für Admins ist vor allem der Trend zu spezialisierten Inferenz-Chips relevant. Wenn sich ASICs wie Jalapeño bewähren, könnten die Kosten für KI-Inferenz deutlich sinken. Das würde neue Anwendungsfälle ermöglichen und die Integration von KI in bestehende Systeme beschleunigen.

Passende Anleitungen auf S-EDV

  1. KI-Infrastruktur planen: Leitfaden für Admins und Entscheider – Grundlagen für die Planung von KI-Infrastruktur.
  2. Rechenzentrum-Energieeffizienz optimieren: Leitfaden für Admins – Strategien für energieeffizienten Betrieb.

Quellen

  1. Heise online: OpenAI und Broadcom kündigen neuen KI-Chip Jalapeño an (Daniel AJ Sokolov, 24.06.2026)
  2. OpenAI: Offizielle Ankündigung
  3. Heise online: OpenAI beantragt Börsengang (Kontext)