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Sicherheit & Datenschutz 27.07.2026 · 2 min Lesezeit

OpenAI schliesst kritische Path-Traversal-Lücke in ChatGPT

OpenAI hat am 3. Juli 2026 eine Schwachstelle in ChatGPT geschloßen, die Angreifern Zugriff auf Systemdateien wie /etc/paßwd ermöglicht hätte.

ChatGPT Sicherheitslücke: OpenAI Logo mit Warnsymbol für Path-Traversal-Schwachstelle KI-generiert

Am 3. Juli 2026 hat OpenAI eine als kritisch gemeldete Path-Traversal-Schwachstelle in ChatGPT geschloßen. Der Sicherheitsforscher zer0dac hatte einen PoC vorgestellt, der über eine Kombination aus Guardrail-Bypass und Pfadtraversierung Zugriff auf eingeschränkte Systemdateien ermöglichte, darunter /etc/paßwd.

Was ist paßiert?

Der Angriff nutzte eine Schwachstelle im Datei-Download-Flow von ChatGPT. Durch Manipulation des Dateinamens im Download-Endpoint konnte ein Angreifer einen Pfadtraversierungsangriff starten und auf Dateien außerhalb des vorgesehenen Verzeichnißes zugreifen. In Kombination mit einem Bypass der Guardrails war sogar der Zugriff auf Systemdateien möglich.

OpenAI hat den Download-Flow umgebaut und die Schwachstelle geschloßen, ohne technische Details der Lösung zu veröffentlichen. Der Forscher bestätigte den Fix. Ein aktiver Exploit in der Natur wurde nicht beobachtet.

Wer ist betroffen?

Alle Nutzer von ChatGPT (Web, Desktop, API) waren bis zum 3. Juli 2026 betroffen. Seit dem Fix ist die Schwachstelle geschloßen. Betroffen sind Firmen, die ChatGPT für Arbeitszwecke nutzen und dabei sensible Daten in Prompts verarbeiten. Nicht betroffen: Nutzer, die außchließlich die API mit eigenen Systemen nutzen, sofern diese separat abgesichert sind.

Wie kritisch ist das?

für sichere ChatGPT-Nutzung in Unternehmen mittel bis hoch. Die Schwachstelle erforderte Interaktion eines Nutzers mit einem manipulierten Prompt, die Auswirkung wäre aber der Zugriff auf Systemdateien gewesen. Ein aktiver Exploit wurde nicht beobachtet, aber die verfügbarkeit des PoC erhöht das Risiko für nachfolgende Angriffe.

Was sollten Admins jetzt tun?

  1. ChatGPT-Version prüfen: Sicherstellen, dass die aktülle Version verwendet wird (Desktop: >= 26.707, Web: automatisch aktüll).
  2. Nutzungsrichtlinie überprüfen: prüfen, ob die firmeninterne KI-Nutzungsrichtlinie klare Regeln für den Umgang mit sensiblen Daten in KI-Tools enthält.
  3. Datenminimierung: Keine vertraulichen Daten, Paßwörter oder Systemkonfigurationen in ChatGPT-Prompts eingeben.
  4. Enterprise-Abo prüfen: ChatGPT Enterprise oder API mit eigener Datensicherheitsvereinbarung bieten beßeren Schutz als das Standard-Abo.

Einordnung für Unternehmen

Dieser Vorfall zeigt, wie schnell ein KI-Tool zum Teil der produktiven IT wird und damit auch zum Angriffsvektor. Firmen mit KI-Nutzung sollten regelmäßig prüfen, ob Sicherheitsupdates der genutzten KI-Dienste eingespielt werden und ob die Nutzungsrichtlinie aktülle Bedrohungsbilder abbildet.

Paßende Anleitungen auf S-EDV

  1. KI-Nutzungsrichtlinie für Unternehmen erstellen – Schritt für Schritt eine verbindliche Richtlinie für den KI-Einsatz im Unternehmen aufsetzen.
  2. GPT-5.5 Cyber: OpenAI stellt Sicherheitsmodell vor – OpenAI-Sicherheitßtrategie im überblick.

Qüllen

  1. TechZeitGeist: OpenAI schliesst kritische Path-Traversal-Lücke
  2. Rankiteo: ChatGPT File Download Flow Vulnerability
  3. Pillitteri: ChatGPT File Download Flaw