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Sicherheit & Datenschutz 27.07.2026 · 3 min Lesezeit

Microsoft Office 2021 erreicht das Supportende am 13. Oktober 2026

Office 2021 verliert am 13. Oktober 2026 den Support. Keine Sicherheitsupdates, kein technischer Support mehr. Wir erklären, welche Risiken entstehen und wie die Migration gelingt.

Microsoft Office 2021 Supportende: Frist zum 13. Oktober 2026 für Updates und technischen Support KI-generiert

Am 13. Oktober 2026 endet der Support für Microsoft Office 2021. Ab diesem Datum liefert Microsoft keine Sicherheitsupdates, keine Fehlerbehebungen und keinen technischen Support mehr. Die Software selbst funktioniert weiter, aber jede neu entdeckte Schwachstelle bleibt dauerhaft offen. Für Admins in kleinen und mittleren Unternehmen ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um den Migrationsfahrplan aufzusetzen.

Was passiert mit Office 2021?

Microsoft wendet auf Office 2021 die sogenannte Modern Lifecycle Policy an. Das bedeutet: Es gibt kein abgeschichtetes Mainstream- und Extended-Support-Modell wie bei früheren Versionen. Stattdessen gibt es ein einziges Enddatum. Nach dem 13. Oktober 2026 entfallen auf einen Schlag:

  1. Sicherheitsupdates für neu entdeckte Schwachstellen
  2. Bugfixes und technische Korrekturen
  3. Technischer Support per Telefon und Chat
  4. Software-Updates über Microsoft Update
  5. Schrittweise Entfernung bestimmter Online-Hilfeinhalte

Office 2021 hört nicht auf zu funktionieren. Word, Excel, Outlook und PowerPoint starten weiterhin. Doch ohne aktuelle Sicherheitsupdates wird jede Schwachstelle zum Dauer-Einfallstor für Malware und Phishing-Angriffe.

Welche Sicherheitsrisiken entstehen?

Office-Anwendungen sind eng mit E-Mail-Kommunikation, Dateiablagen, Makros und externen Dokumenten verknüpft. Ungepatchte Programme können schnell zu einem Einfallstor für:

  1. Malware über kompromittierte Dokumente (Word, Excel, PowerPoint)
  2. Phishing-Angriffe mit manipulierten Office-Dateien
  3. Ausnutzung von Makrosicherheitslücken
  4. Zero-Day-Schwachstellen, die nach dem Supportende nicht mehr geschlossen werden

Historische Beispiele wie WannaCry 2017 zeigen, wie schnell nicht gepatchte Systeme zum Risiko für ganze IT-Umgebungen werden.

Compliance-Risiken für Unternehmen

Regulatorische Anforderungen setzen aktiv gewartete Software voraus. Wer nach dem Office 2021 Supportende weiterhin mit veralteter Software arbeitet, riskiert Probleme bei:

  1. DSGVO: Nachweis technisch-organisatorischer Maßnahmen wird schwieriger
  2. NIS2: Kritische und wichtige Einrichtungen müssen Sicherheitsstandards einhalten
  3. ISO 27001: Zertifizierungen können gefährdet sein
  4. Branchenspezifische Audits (Gesundheitswesen, Finanzdienstleister, öffentliche Verwaltung)

Welche Nachfolger gibt es?

Microsoft bietet zwei Hauptwege für die Migration:

  1. Office 2024: Klassische Dauerlizenz, einmalige Zahlung. Support läuft bis 9. Oktober 2029. Für Unternehmen ohne Cloud-Strategie geeignet.
  2. Microsoft 365: Abo-Modell mit fortlaufend aktueller Software. Enthält Exchange Online, Teams, SharePoint und 1 TB OneDrive pro Nutzer. Cloud-Strategie erforderlich.

Wichtig: Bereits abgelaufen sind der Support für Office 2016 (Oktober 2025) und Office 2019 (Oktober 2024). Unternehmen, die noch ältere Versionen einsetzen, haben doppelten Nachholbedarf.

Empfohlener Migrationsfahrplan

Eine geordnete Migration sollte jetzt beginnen, nicht erst im Oktober:

  1. Bestandsaufnahme: Welche Office-Versionen sind wo installiert? Welche Anwendungen werden genutzt?
  2. Kompatibilität prüfen: Excel-Makros, Outlook-Add-ins, Dokumentvorlagen, ERP-/CRM-Schnittstellen, DATEV-Anbindungen und DMS-Systeme mit Office 2024 oder Microsoft 365 testen
  3. Zielmodell festlegen: Office 2024 als Dauerlizenz oder Microsoft 365 als Abo? Entscheidung hängt von Cloud-Strategie, Budget und Compliance-Anforderungen ab
  4. Pilotierung: Ausgewählte Abteilungen先行 testen, Erfahrungen sammeln
  5. Rollout: Stufenweise Migration mit Backup und Rückfallplan
  6. Dokumentation: Lizenzbestand, Kompatibilitätsprüfung und Migrationsstatus dokumentieren

Einordnung für Unternehmen

Dieses Thema betrifft jeden Admin, der Office 2021 im Einsatz hat. Die drei Monate bis zum Supportende sind kurz, besonders wenn Kompatibilitätsprobleme mit Branchensoftware auftauchen. Die Entscheidung zwischen Office 2024 und Microsoft 365 sollte nicht aufgeschoben werden.

Für kleine Unternehmen mit wenigen PC-Plätzen ist Office 2024 oft der schnellste Weg: Kauf, Aktivierung, fertig. Für Unternehmen mit wachsender IT-Infrastruktur und Bedarf an kollaborativen Funktionen ist Microsoft 365 langfristig sinnvoller.

Passende Anleitungen auf S-EDV

  1. Microsoft 365 für KMU einführen - Schritt-für-Schritt-Anleitung für den Einstieg in Microsoft 365 als Nachfolger.
  2. Windows Server 2012 R2 und Azure Arc ESU - Hintergrund zu Microsofts Lifecycle-Strategie für Serverprodukte.

Quellen

  1. BornCity: Microsoft Office 2021 erreicht das Supportende (26.07.2026)
  2. KE Solutions: Office 2021 Supportende (Mai 2026)
  3. Systemlösungen: MS Office 2021 Support-Deadline (2026)