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Windows & Microsoft 365 03.11.2026 · 4 min Lesezeit

Teile Kanadas ohne Zeitumstellung: Microsoft 365 hinkt mit Kalender-Fix hinterher

Teile von British Columbia, Alberta und Manitoba stellen seit dem 1. November 2026 die Uhren nicht mehr um. Microsoft führt in KB5134344, zuletzt am 2. November aktualisiert, die Folgen für Outlook, Teams, Power Automate und weitere Dienste auf. Bestehende Kalendereinträge wandern nicht automatisch, Abhilfe für Serientermine fehlt noch.

Mit KI erstellt – redaktionelle Prüfung ausstehend

Symbolbild: Glasuhr über Kalenderblättern neben der Überschrift Neue Zeitzonen bremsen Kalender

Betroffene Orte in British Columbia, Alberta und Manitoba haben ihre Uhren am 1. November 2026 nicht zurückgestellt und bleiben dauerhaft auf UTC-07:00, UTC-06:00 und UTC-05:00. Microsoft sammelt die Folgen für seine Produkte im Supportartikel KB5134344, erstmals veröffentlicht am 26. Oktober und zuletzt am 2. November aktualisiert. Die wichtigste Abhilfe für Kalender fehlt noch: Das Exchange-Online-Cmdlet für einzelne Termine ist für den 4. November angekündigt, für Serientermine gibt es keinen Termin.

Relevant ist das vor allem für Tenants mit Personen, Räumen oder Abläufen in den betroffenen Regionen, im DACH-Raum also etwa für Firmen mit Standorten oder festen Besprechungen in Westkanada. Wer keinen Bezug zu diesen Regionen hat, muss in der Regel nichts tun. Wer betroffen ist, sollte in dieser Woche die Termine prüfen, denn die Zeitabweichung läuft bereits.

Was ist passiert?

Laut Microsoft schließen sich Yellowknife und Inuvik in den Nordwest-Territorien der Änderung in Alberta an, der Nordwesten Ontarios der in Manitoba. Die Windows-Updates dafür sind laut KB5134344 erschienen. Geräte mit nicht mehr unterstützten Windows-Versionen erhalten sie nicht.

Für Outlook gibt es drei neue Zeitzonen: „(UTC-07:00) Pacific Time (British Columbia)“, „(UTC-06:00) Mountain Time (Alberta)“ und „(UTC-05:00) Manitoba“. Wer sie auswählt, korrigiert damit noch keine bestehenden Einträge. Termine müssen einzeln auf die neue Zone umgestellt werden, bei Besprechungen kann das nur der Organisator. Teilnehmende bekommen danach eine aktualisierte Einladung.

Für wen ist das relevant?

Als bestätigt betroffen nennt Microsoft unter anderem Outlook und Exchange Online, Teams Rooms on Windows, Teams Auto Attendant, Teams Events, SharePoint On-Prem, Power Automate, Azure Automation, Fabric, Power Pages und Dynamics 365 Finance and Operations. Für Teams auf Desktop, Web und Mobilgeräten sowie Outlook für iOS, Android und Mac läuft die Prüfung noch. SharePoint Online ist laut Microsoft mitigiert, für Power Apps Canvas Apps erwartet der Hersteller keine Auswirkung.

Wie kritisch ist das?

Eine Sicherheitslücke ist das nicht, aber ein Betriebsproblem mit stiller Wirkung. Besprechungen können eine Stunde daneben liegen, zeitgesteuerte Abläufe laufen versetzt. Für Power Automate und Azure Automation nennt Microsoft ab dem 1. November eine Abweichung von einer Stunde, wenn an die USA gekoppelte Zonen genutzt werden. Power Pages kann vom Server formatierte Datumswerte eine Stunde falsch anzeigen, dort ist der Fix für den 12. Dezember vorgesehen. SharePoint On-Prem bekommt die Zonen am 10. November.

Offen bleibt laut Microsoft, wie sich Frei/Gebucht-Anzeige und Arbeitszeiten in Outlook im Web und im neuen Outlook verhalten. Beides wird noch untersucht.

Was sollten Admins jetzt tun?

  • Inventar: Postfächer, Räume, Teams-Rooms-Geräte und automatisierte Abläufe mit Bezug zu den betroffenen Regionen erfassen.
  • Patchstand: Windows-Geräte aktuell halten, auf Teams Rooms on Windows zusätzlich Edge und WebView2 aktualisieren und die angezeigte Uhrzeit mit Windows vergleichen.
  • Kalender: Betroffene wählen die neue Zone und prüfen Termine nach dem 1. November. Beim Umstellen einer Serie setzt Outlook verschobene Einzeltermine zurück, sie müssen danach neu angelegt werden.
  • Abläufe: In Power Automate und Azure Automation übergangsweise die von Microsoft genannten Ersatzzonen nutzen, Canada Central Standard Time für Alberta, Yukon Standard Time für British Columbia (Arizona bei Serien- und Zeitplan-Triggern) und SA Pacific Standard Time für Manitoba. Die neuen Provinz-IDs sollen dort noch nicht verwendet werden.
  • Exchange Online: Das angekündigte Cmdlet für Einzeltermine einplanen, Hinweise zur Automatisierung stehen in der Message-Center-Meldung MC1521581.
  • Support: Fälle im Admin Center mit „#CanadaTimeZone“ im Titel eröffnen, darum bittet Microsoft ausdrücklich.

Einordnung für Unternehmen

Laut The Register erschien die Anleitung weniger als eine Woche vor dem Stichtag und wurde danach noch erweitert. Für Admins heißt das: KB5134344 regelmäßig gegenlesen, denn der Stand ändert sich. Die Mischung aus Handarbeit und Ersatzzonen kostet Zeit. Wo viele Serientermine betroffen sind, lohnt es sich aus Sicht der Redaktion, zuerst die geschäftskritischen Besprechungen und Abläufe zu prüfen, statt auf das noch fehlende Werkzeug für Serien zu warten.

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Quellen

Microsoft 365OutlookExchange OnlineKB5134344ZeitzonenPower AutomateTeams