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📘 Anleitung Server & Netzwerk 13.06.2026 · 10 min Lesezeit

netcup Failover-IP: Bestellung im CCP, Zuweisung im SCP und Server-Wechsel in Sekunden

Eine netcup Failover-IPv4 lässt sich sekundenschnell und kostenlos zwischen VPS umrouten. Dieser Artikel erklärt Bestellung im CCP, Zuweisung im SCP unter Network, OS-Konfiguration auf Debian/Ubuntu und den Unterschied zur gewöhnlichen zusätzlichen IPv4.

netcup Failover-IP im CCP bestellen, im SCP einem Server zuweisen und bei Bedarf in Sekunden auf einen anderen vServer wechseln KI-generiert

Wer zwei oder mehr VPS bei netcup betreibt und auf Ausfallsicherheit oder schnelle Wartungsfenster angewiesen ist, stößt früher oder später auf die Failover-IPv4. Im Gegensatz zu einer gewöhnlichen zusätzlichen IP-Adresse, die dauerhaft an einen Server gebunden ist, lässt sich die Failover-IP jederzeit kostenlos und ohne Support-Ticket innerhalb weniger Sekunden auf einen anderen Server desselben Rechenzentrums umrouten. Dieser Artikel zeigt dir den vollständigen Weg: von der Bestellung im Customer Control Panel (CCP) über die Zuweisung im Server Control Panel (SCP) bis zur OS-seitigen Einbindung unter Debian und Ubuntu – inklusive einem Kurzüberblick zum automatisierten Failover mit Keepalived.

Voraussetzungen

  1. Aktiver netcup-Account unter netcup.com
  2. Mindestens zwei VPS oder Root-Server desselben netcup-Standorts (z. B. beide in Nürnberg oder beide in Mannheim)
  3. Zugang zum CCP (Bestellung) und zum SCP (servercontrolpanel.de) mit Admin-Rechten
  4. Root- oder sudo-Zugang auf beiden Linux-Servern für die OS-seitige Konfiguration
  5. Für automatisiertes HA-Failover: Keepalived auf beiden Servern sowie netcup-API-Zugangsdaten

Failover-IP vs. zusätzliche IPv4: Was ist der Unterschied?

Vor der Bestellung lohnt ein kurzer Blick auf den Produktunterschied – denn die Entscheidung ist nicht rückgängig zu machen. Eine einmal bestellte zusätzliche IPv4 kann nicht nachträglich zur Failover-IP umgewandelt werden.

MerkmalFailover-IPv4Zusätzliche IPv4
Preis netto/Monat4,20 EUR1,68 EUR
Preis brutto/Monat5,00 EUR2,00 EUR
Mindestlaufzeit12 Monate12 Monate
Server-WechselKostenlos, jederzeitNur gegen Bearbeitungsgebühr
Wechsel-MethodeSCP Self-Service (Sekunden)Support-Eingriff nötig
StandortübergreifendNeinNein
Geeignet für HA/FailoverJaNein
Reverse DNS konfigurierbarJaJa

Die Failover-IP kostet zwar das 2,5-fache einer gewöhnlichen zusätzlichen IP, rechtfertigt den Aufpreis aber vollständig, sobald du sie auch nur einmal ohne Support-Ticket zwischen Servern wechseln willst. Für reine Einzelserver-Szenarien, bei denen kein Serverwechsel geplant ist, reicht die günstigere zusätzliche IPv4.

Schritt 1: Failover-IPv4 im CCP bestellen

Die Bestellung erfolgt ausschließlich im Customer Control Panel (CCP), nicht im SCP.

  1. Einloggen unter netcup.com/de/kunden/
  2. Im linken Menü zu Produkte → Erweiterungen navigieren
  3. Den Bereich „Root-Server/VPS-Erweiterungen KVM" aufklappen
  4. Produkt „Failover IPv4 Address" auswählen und in den Warenkorb legen
  5. Beim Checkout: Standort des Zielservers beachten – die IP muss am selben Rechenzentrumsstandort bestellt werden wie die Server, zwischen denen sie geroutet werden soll
  6. Bestellung abschließen (12 Monate Mindestlaufzeit, 5,00 EUR brutto/Monat)

Nach der Bestellung erscheint die neue Failover-IP innerhalb weniger Minuten im SCP und ist dem zugehörigen Standort zugeordnet. Sie ist zu diesem Zeitpunkt noch keinem Server zugeteilt.

Zur Vollständigkeit: netcup bietet neben der Failover-IPv4 noch weitere IP-Erweiterungen an:

ProduktPreis nettoPreis bruttoBemerkung
Failover IPv4 Address4,20 EUR/Monat5,00 EUR/MonatKostenlos zwischen Servern schaltbar
Zusätzliche IPv41,68 EUR/Monat2,00 EUR/MonatFest an einen Server gebunden
Failover IPv6 /64 Subnet4,20 EUR/Monat5,00 EUR/MonatWie Failover-IPv4, aber als /64-Subnetz
Zusätzliches IPv6 /64 Subnet0,84 EUR/Monat1,00 EUR/MonatFest an einen Server gebunden

Schritt 2: Failover-IP im SCP einem Server zuweisen

Die Zuweisung und das Umrouting erfolgen ausschließlich im SCP, erreichbar unter servercontrolpanel.de.

  1. Im SCP den Zielserver (Server A) aus der Server-Liste auswählen
  2. Den Tab „Network" anklicken
  3. Im Abschnitt „Failover IP" die bestellte Failover-IPv4 aus der Dropdown-Liste auswählen
  4. Auf „Save" klicken – das Routing ist sofort aktiv

Verifizieren: Nach dem Speichern wird die Failover-IP im Network-Tab des Servers als zugewiesen angezeigt. Ein ping von außen schlägt zu diesem Zeitpunkt noch fehl – die OS-seitige Konfiguration folgt in Schritt 3.

Schritt 3: Failover-IP auf dem Linux-Server OS-seitig einrichten

Das Routing im SCP allein reicht nicht: Der Zielserver muss die Failover-IP auch auf Betriebssystemebene kennen und annehmen. Die Konfiguration unterscheidet sich je nach eingesetztem Netzwerk-Stack.

Option A: Debian 11/12 mit ifupdown (/etc/network/interfaces)

Diese Variante ist auf älteren Debian-Systemen und vielen netcup-Images der Standard.

# /etc/network/interfaces
# Primäre IP (Beispiel – deine Werte aus dem SCP)
auto eth0
iface eth0 inet static
    address 123.45.67.89
    netmask 255.255.255.0
    gateway 123.45.67.1

# Failover-IP als IP-Alias
auto eth0:1
iface eth0:1 inet static
    address 198.51.100.10
    netmask 255.255.255.255
    pointopoint 198.51.100.1

Networking nach der Änderung neu starten:

sudo systemctl restart networking

Zum schnellen Testen kann die IP auch temporär ohne Neustart per ip-Befehl eingetragen werden:

sudo ip addr add 198.51.100.10/32 dev eth0
sudo ip route add 198.51.100.1/32 dev eth0
sudo ip route add default via 198.51.100.1

Diese Einträge überleben keinen Reboot und dienen nur zur schnellen Funktionsprüfung, bevor die interfaces-Datei angepasst wird.

Option B: Ubuntu 20.04+ / Debian mit Netplan

Neuere Ubuntu-Installationen und viele Cloud-Images setzen auf Netplan. Auf Ubuntu-Systemen mit Cloud-Init muss außerdem sichergestellt werden, dass Cloud-Init die eigene Konfiguration nach einem Reboot nicht überschreibt.

Cloud-Init-Netzwerkkonfiguration einmalig deaktivieren:

sudo bash -c 'echo "network: {config: disabled}" > /etc/cloud/cloud.cfg.d/99-disable-network-config.cfg'

Netplan-Konfiguration anpassen (Datei je nach Image z. B. /etc/netplan/01-netcfg.yaml oder /etc/netplan/50-cloud-init.yaml):

network:
  version: 2
  ethernets:
    ens3:
      dhcp4: no
      addresses:
        - 123.45.67.89/24       # Primäre IP (deine Werte aus dem SCP)
        - 198.51.100.10/32      # Failover-IP
      gateway4: 123.45.67.1
      nameservers:
        addresses:
          - 46.38.225.230
          - 46.38.252.230

Konfiguration übernehmen:

sudo netplan apply

Verifizieren: Mit ip addr show prüfen, ob die Failover-IP nun auf dem Interface erscheint:

ip addr show
# Beide IPs (primäre + Failover-IP) müssen unter dem Interface aufgelistet sein
ip route show

Nach einem Reboot nochmals prüfen, dass die Konfiguration persistent erhalten bleibt:

sudo reboot
# nach Login:
ip addr show eth0

Schritt 4: Failover-IP auf einen anderen Server umrouten

Genau dieser Schritt ist der eigentliche Mehrwert der Failover-IP gegenüber einer gewöhnlichen zusätzlichen IP. Die Umschaltung dauert typischerweise nur wenige Sekunden, weil es sich um ein Layer-3-Routing-Update handelt – keine DNS-Propagation, kein Warten.

Wichtige Reihenfolge: Zuerst die IP auf dem Zielserver OS-seitig eintragen (wie in Schritt 3 beschrieben), dann erst im SCP umrouten. Andernfalls ist die IP zwar geroutet, aber eingehende Pakete werden vom Server verworfen, weil er die Adresse nicht kennt.

  1. OS-Konfiguration auf Server B vorbereiten (Failover-IP in interfaces oder Netplan eintragen, Networking neu starten)
  2. Im SCP Server B auswählen
  3. Tab „Network" öffnen
  4. Dieselbe Failover-IPv4 aus der Dropdown-Liste wählen (sie erscheint wieder als Option, auch wenn sie noch Server A zugewiesen ist)
  5. „Save" klicken – der Wechsel ist sofort aktiv

Verifizieren: Von einem externen Rechner oder per Online-Ping-Tool prüfen, ob die Failover-IP nun auf Server B antwortet. Auf Server A ist die IP nach dem Umrouten nicht mehr erreichbar, bleibt aber im Interface konfiguriert – für einen späteren Failback kann sie dort einfach belassen werden.

Schritt 5 (Optional): Automatisches Failover mit Keepalived

Für produktive Hochverfügbarkeits-Setups, bei denen der Wechsel ohne manuellen Eingriff erfolgen soll, kommt Keepalived mit VRRP zum Einsatz. Der Backup-Server übernimmt die Failover-IP automatisch, wenn der Master drei Heartbeat-Pakete (standardmäßig alle 2 Sekunden) nicht gesendet hat – also nach spätestens 6 Sekunden.

Keepalived auf beiden Servern installieren:

sudo apt install keepalived

IP-Forwarding aktivieren (beide Server, persistent):

echo "net.ipv4.ip_forward = 1" | sudo tee -a /etc/sysctl.conf
sudo sysctl -p

Keepalived-Konfiguration auf dem MASTER-Server (/etc/keepalived/keepalived.conf):

vrrp_instance VI_1 {
    state MASTER
    interface eth1
    virtual_router_id 101
    priority 255
    advert_int 2
    authentication {
        auth_type PASS
        auth_pass SICHERES_PASSWORT
    }
    virtual_ipaddress {
        10.132.0.100
    }
    notify_master /opt/scripts/to_master.sh
    notify_backup /opt/scripts/to_backup.sh
    notify_fault  /opt/scripts/to_backup.sh
}

Auf dem BACKUP-Server identische Konfiguration mit geänderten Werten:

    state BACKUP
    priority 254

Das Script to_master.sh ruft die netcup REST-API auf und routet die Failover-IP auf den neuen Master um. Das Gegenstück to_backup.sh stellt sicher, dass laufende to_master.sh-Prozesse terminiert werden – das verhindert Race Conditions, bei denen beide Server gleichzeitig versuchen, die IP zu beanspruchen.

Keepalived nach der Konfiguration aktivieren:

sudo systemctl enable --now keepalived
sudo systemctl status keepalived

Wichtiger Hinweis zur API: Der netcup SOAP-Webservice wird am 1. Mai 2026 abgeschaltet. Bestehende Automatisierungen, die auf SOAP-Basis arbeiten, müssen vor diesem Termin auf die neue netcup REST-API migriert werden. Eine ausführlichere Anleitung dazu findest du in der Geschwister-Anleitung netcup SCP REST API einrichten und nutzen: Server automatisieren ohne SOAP.

Das vollständige HA-Setup mit Keepalived, Cloud-vLAN und zwei VPS wird ausführlich erklärt in: Hochverfügbarkeit auf netcup: Zwei VPS mit Keepalived, Failover-IP und Cloud-vLAN absichern.

Troubleshooting / Typische Fehler

Failover-IP ist im SCP geroutet, aber nicht erreichbar

Die häufigste Ursache: Die IP wurde im SCP auf den Zielserver umgeroutet, aber auf dem Server selbst fehlt der Eintrag in /etc/network/interfaces oder der Netplan-Konfiguration. Mit ip addr show prüfen, ob die Failover-IP tatsächlich auf dem Interface liegt. Falls nicht, Schritt 3 nachholen.

Konfiguration nach Reboot weg (Ubuntu mit Cloud-Init)

Ubuntu-Systeme mit aktiviertem Cloud-Init überschreiben beim Hochfahren die eigene Netplan-Konfiguration. Lösung: Cloud-Init-Netzwerkkonfiguration explizit deaktivieren (siehe Schritt 3, Option B). Prüfen, ob die Datei /etc/cloud/cloud.cfg.d/99-disable-network-config.cfg vorhanden ist.

Falscher IP-Typ beim Kauf

Eine zusätzliche IPv4 kann nicht nachträglich zur Failover-IP umgewandelt werden. Wer bereits eine gewöhnliche zusätzliche IPv4 bestellt hat und jetzt Failover-Funktionalität braucht, muss eine neue Failover-IPv4 bestellen und die alte kündigen.

Standort-Mismatch

IP-Adressen sind an ein bestimmtes netcup-Rechenzentrum gebunden. Eine in Nürnberg bestellte Failover-IP erscheint im SCP eines Mannheimer Servers nicht als Option. Bei der Bestellung im CCP darauf achten, dass Standort der IP und Standort der Zielserver übereinstimmen.

SOAP-API-Scripts laufen nach Mai 2026 nicht mehr

Der netcup SCP Webservice (SOAP) wird am 1. Mai 2026 abgeschaltet. Alle Keepalived-Notify-Scripts, die den alten SOAP-Webservice nutzen, müssen auf die netcup REST-API umgestellt werden.

Race Condition bei Keepalived-Failover

Wenn das to_backup.sh-Script laufende to_master.sh-Prozesse nicht sauber terminiert, können bei einem schnellen Failover-Ereignis kurzzeitig beide Server versuchen, die Failover-IP zu beanspruchen. Das Script sollte daher beim Start prüfen, ob bereits ein API-Aufruf läuft, und diesen ggf. abbrechen.

Häufige Fragen

Wie lange dauert das Umrouten der Failover-IP?

Die Umschaltung dauert typischerweise nur wenige Sekunden. Da es sich um ein Layer-3-Routing-Update und keine DNS-Änderung handelt, entfällt jede Propagationszeit. Nach dem Klick auf „Save" im SCP ist das neue Routing sofort aktiv.

Kann ich die Failover-IP zwischen VPS und dedizierten Root-Servern wechseln?

Ja. Laut offizieller Dokumentation kann die Failover-IP auf Root-Server, Storage-Server und VPS-Produkte von netcup geroutet werden, sofern alle am selben Rechenzentrumsstandort betrieben werden.

Was passiert mit der Failover-IP, wenn ich einen Server kündige?

Die Failover-IP ist ein eigenständiges Produkt mit eigenem Vertrag. Sie bleibt nach der Server-Kündigung bestehen und kann auf einen anderen Server geroutet werden. Sie muss separat und eigenständig gekündigt werden.

Kann ich die Failover-IP auch über die netcup API automatisch umschalten?

Ja. Bis 30. April 2026 war das über den SOAP-Webservice möglich; danach ausschließlich über die neue netcup REST-API. Keepalived-HA-Setups können damit vollautomatisch auf Serverausfälle reagieren.

Funktioniert die Failover-IP auch auf Windows-Servern?

Ja. Die Zuweisung im SCP ist OS-unabhängig. Auf Windows-Seite muss die IP-Adresse manuell im Netzwerkadapter als zweite IP eingetragen werden: Systemsteuerung → Netzwerk → Adaptereinstellungen → TCP/IPv4 → Erweitert → IP-Adressen hinzufügen.

Kann die Failover-IP gleichzeitig auf mehreren Servern aktiv sein?

Nein. Die Failover-IP kann immer nur auf einen Server geroutet sein. Sie ist kein Anycast-System. Der Wechsel ist exklusiv – der alte Server verliert das Routing, sobald der neue Server sie übernimmt.

Gibt es auch eine Failover-Variante für IPv6?

Ja. netcup bietet das Produkt „Failover IPv6 Subnet (/64)" zum gleichen Preis von 4,20 EUR netto/Monat an. Bestellungs- und Zuweisungslogik sind identisch mit der Failover-IPv4.

Fazit

Die netcup Failover-IPv4 ist ein schlichtes, aber wirkungsvolles Werkzeug für jeden, der auf schnelle Umschaltzeiten zwischen Servern angewiesen ist – sei es für geplante Wartungsfenster, spontane Migrationen oder vollautomatisches HA-Failover mit Keepalived. Der Mehrpreis gegenüber einer gewöhnlichen zusätzlichen IPv4 (4,20 statt 1,68 EUR netto/Monat) amortisiert sich bereits beim ersten Serverausfall, der ohne Support-Ticket gelöst werden kann. Der wichtigste Fallstrick bleibt die OS-seitige Konfiguration: Das Routing im SCP und der Interface-Eintrag auf dem Zielserver müssen zusammenpassen – sonst ist die IP geroutet, aber kein Dienst antwortet. Wer das beachtet und den SOAP-API-Abschalttermin im Mai 2026 auf dem Schirm hat, bekommt mit der Failover-IP ein solides Fundament für hochverfügbare netcup-Infrastrukturen.

Weiterführende Anleitungen und Quellen

  1. Hochverfügbarkeit auf netcup: Zwei VPS mit Keepalived, Failover-IP und Cloud-vLAN absichern
  2. netcup SCP REST API einrichten und nutzen: Server automatisieren ohne SOAP
  3. netcup Cloud VLAN einrichten: Private Server-Kommunikation ohne öffentliche IP
  4. VPS absichern und härten: Anleitung mit UFW, SSH-Keys und Fail2Ban
  5. netcup Helpcenter: IP-Adressen hinzufügen (offizielle Dokumentation)
  6. netcup KVM-Server-Erweiterungen: Produktübersicht und Preise